Berlinerin, die mit 24 aus dem Kinderzimmer gründete, erklärt, warum sie nichts von Investoren und schicken Startup-Büros hält

Aktuelle
Die Wonderbar-Gründerin Paloma Bradtke.

Paloma Bradtke gründete mit 24 ihr erstes Unternehmen. Vier Jahre später gründete sie mit ihrem Gewinn ein zweites.
Heute hat sie zwei profitable Unternehmen.
Sie rät Gründern, möglichst viel selbst zu machen und sich gerade in der Anfangsphase das schicke Office und die Mitarbeiter zu sparen.
Mehr Artikel von Business Insider findet ihr hier.

Nach ihrem Abschluss in Fotografie und Design wollte Paloma Bradtke in der Kreativbranche arbeiten. Und zwar bei einem Unternehmen, das sie schon länger begeisterte — einer großen Londoner Event-Agentur. Sie war überglücklich, als sie die Zusage für ein Praktikum in ihrem Traumberuf erhielt. Die Freude schlug jedoch bald ins Gegenteil um. Bradtke war entsetzt von der Arbeitsweise der Agentur, besonders von den strikten Hierarchien. Als sie eines Tages wie immer zum Empfang ging, um die Post zu holen, änderte sich ihr Leben.

„Ich hatte einen sehr schlechten Tag und unter der Post für die Agentur war ein riesiges Paket. Die Aussicht, es in den fünften Stock schleppen zu müssen, verschlechterte meine Laune noch mehr. Aber als ich es anhob, war es seltsamerweise ganz leicht“, sagt die gebürtige New Yorkerin im Gespräch mit Business Insider. Als sie das mysteriöse Paket öffnete, flog ein wunderschöner Ballon heraus. Daran hing ein Zettel. Der Konfettiballon war eine kreative Bewerbung. Doch das war nicht das Entscheidende. Paloma Bradtke fiel auf, dass die Entdeckung des Ballons der schönste Moment war, den sie während ihres gesamten Praktikums erlebt hatte. Eine Woche lang reifte in ihr eine Idee: Sie wollte einen Job, der Spaß macht, ohne Hierarchien. Und sie wollte die freudige Überraschung, die sie empfunden hatte, als der Ballon aus dem Paket aufstieg, mit anderen teilen. Also beschloss sie, sich selbstständig zu machen. Mit Partyballons. Sie brach ihr Praktikum ab und reiste zurück nach Berlin.

Das erste Warenlager in der Garage der Eltern

Sie überlegte nicht mehr lange, sondern bestellte im Internet durchsichtige Ballons sowie viele bunte Bastelmaterialien. Sie stanzte Konfetti, füllte die Ballons damit und nähte von Hand dekorierte Bänder, mit denen sie Karten an ihnen befestigte. „Mein Startkapital waren 1.000 Euro und ich wohnte damals noch bei meinen Eltern“, sagt die heute 28-Jährige. „Man könnte also sagen, ich habe aus dem Kinderzimmer gegründet.“

„Man könnte sagen, ich habe aus dem Kinderzimmer gegründet.“

Das niedrige Kapital sei aber kein Problem gewesen, da sie alles selbst anfertigte. Die Garage der Eltern wurde zu ihrem Warenlager. Ihren ersten Onlineshop gestaltete ihr Cousin. Freunde halfen beim Design des Logos.

„Meine Marktforschung beschränkte sich auf Google-Recherche. Ich komme nicht aus dem Business-Bereich und finde, das Bauchgefühl ist das Allerwichtigste. Wenn man selbst von etwas begeistert ist, steckt man andere mit dieser Passion an“, sagt sie.

Mit Instagram zum Erfolg

Paloma Bradtke nannte ihr Start-up „Booom Balloon“. Im Dezember 2015 ging die Webseite online. So weit, so gut. Aber wie sollte sie nun potenzielle Kunden auf sich aufmerksam machen? Sie entschied sich, schöne Fotos von ihren Ballons auf Instagram zu posten. Das wirkte. Durch die passenden Hahstags wurden Kunden auf Booom Balloon aufmerksam. Im ersten Jahr …read more

Source:: Business Insider.de

      

(Visited 7 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.