Börsen-Studie: Wenn ihr an diesen Wochentagen investiert, könntet ihr den Markt schlagen

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Boersenhaendler blicken nervoes auf Kurstafel

Die Rendite an einzelnen Wochentagen schlägt in manchen Ländern den Gesamtmarkt.
Kombiniert man die beiden stärksten Wochentage in den USA, erzielt man eine deutlich höhere Rendite als der S&P 500.
In Deutschland ist nur der Mittwoch hochgerechnet ein Verlusttag.
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Dass Aktien in Deutschland keinen leichten Stand haben, liegt wohl in erster Linie an den Kursschwankungen, denen sie unterliegen. So kann es passieren, dass ein Depot über einen gewissen Zeitraum Verluste ausweist, die sich langfristig allerdings bisher immer ausgeglichen haben. Dennoch: Wer über Tage oder Monate sieht, dass sein Depotwert schrumpft, braucht gute Nerven, um die Ruhe zu bewahren und nicht vorschnell zu verkaufen.

Allein damit ist bereits klar: Nicht jeder Tag an der Börse ist gleich. Doch es gibt ein interessantes Muster, auf das eine Studie der Analysefirma Seasonax hinweist. Sie beobachtet die Kursverläufe von Indizes und Aktien in gewissen Zeiträumen und hat für eine Studie fast 5.000 Handelstage ausgewertet. Das Ergebnis: Je nach Land ist die Rendite eines Wochentags hochgerechnet deutlich höher, als die des Gesamtmarkts.

S&P 500: Wer nur dienstags investiert erzielt mehr Rendite als der Gesamtmarkt

Konkretes Beispiel: In den USA erreichte der Leitindex S&P 500 zwischen dem Jahr 2000 und 2018 annualisiert eine Rendite von fast drei Prozent. Doch: An einem Dienstag ist die kumulierte Rendite des Index besser als an allen fünf Handelstagen zusammen — nämlich 3,64 Prozent. Erreicht wird dieser Wert, wenn man vom Schlusskurs des Montags bis zum Schlusskurs des Dienstags investiert, sonst die ganze Woche nicht. Auch der Donnerstag ist mit rund zwei Prozent kumulierte Rendite ein starker Wochentag.

„Montag und Mittwoch dagegen tendiert der Markt seitwärts, während der Freitag ein starker Verlusttag ist“, erklärt Studienautor Dimitri Speck gegenüber Business Insider. Das passt zur öffentlichen Wahrnehmung, schließlich nehmen viele Investoren zum Wochenende das Risiko aus ihrem Depot und verkaufen ihre Positionen, da sie auf Entwicklungen am Samstag und Sonntag wegen der geschlossenen Börse nicht reagieren können.

In der Grafik zeigt sich aber auch ein Problem des Phänomens: Je stärker der Gesamtmarkt zulegt — wie zum Beispiel seit 2016 — desto geringer ist der Effekt an einzelnen Wochentagen. Auch die Rendite an Dienstagen liegt dann hinter dem Gesamtmarkt zurück. Doch eine Kombination sorgt für den größtmöglichen Gewinn für Investoren: Wer Dienstags und Donnerstags investiert war, erzielte laut Dimitri Speck eine Rendite von 5,8 Prozent — und damit deutlich über dem Gesamtmarkt und der Dienstags-Rendite.

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„Da wir eine Vielzahl von Handelstagen ausgewertet haben, ist es ein aussagekräftiges Muster. Den Grund für diese Entwicklung zeigt die Berechnung aber nicht“, sagt Speck. Doch der Dienstag ist an den Märkten ohnehin bekannt als „Turnaround Tuesday“.

Schon häufig zeigte der Gesamtmarkt an Dienstagen spektakuläre Aufholjagden. „Eventuell lässt es sich psychologisch erklären“, sagt Studienautor Dimitri Speck. Tatsächlich passt es zur häufigen Entwicklung innerhalb einer Börsenwoche: Nachdem die Profi-Investoren vor dem Wochenende Aktien verkaufen, steigen am Montag bei schlechten Nachrichten auch die Privatanleger aus, was zu Kursrücksetzern führt. Dienstag nutzen die Profis die …read more

Source:: Business Insider.de

      

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