CO2-freies Fliegen ist realistisch, sagt ein Luftfahrtexperte — Lufthansa, easyJet und Co. arbeiten bereits daran

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Fluganbieter setzten langfristig auf E-Flugzeuge oder synthetisches Kerosin.
Der internationale Luftverkehr verschmutzt in Deutschland die Luft stärker als Inlandsflüge.
Die Grünen gutieren die Inititiativen der Flugriesen, nachhaltiger zu werden.
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In der aktuellen Klimadebatte gibt es viele inhaltliche Reizpunkte, die Bepreisung von CO2-Emissionen und die Flugsteuer sind zwei wichtige. Klimaaktivisten fordern bei beidem eine signifikante Erhöhung, damit die Klimaziele bis 2030 erreicht werden, die Regierung bremst.

Flugzeuge verpesten mit Kerosin die Umwelt

Die Flugsteuer soll die Anzahl der Flüge in Deutschland zu verringern. Der Grund dafür ist einfach: Flugzeuge verpesten mit ihrem Treibstoff Kerosin die Umwelt. Unternehmen wie die Lufthansa oder EasyJet wissen das. Sie haben offenbar die Zeichen der Zeit erkannt.

Die Flugbranche, besonders aber die zwei genannten Unternehmen, setzen neuerdings vieles daran, nachhaltiger zu arbeiten. Aber geht das überhaupt? Nachhaltiges Fliegen, ist das nicht ein Widerspruch?

„Der Klimawandel ist ein Thema, das wir alle in Angriff nehmen müssen. Kurzfristig konzentrieren wir uns bei easyJet darauf, so effizient wie möglich zu operieren; moderne, treibstoffeffiziente Flugzeuge zu nutzen; sie so zu fliegen, dass Lärm und unnötiger Kraftstoffverbrauch vermieden werden; und eine größtmögliche Auslastung zu gewährleisten“, sagt eine Sprecherin des Fluganbieters easyJet auf Nachfrage von Business Insider.

EasyJet setzt langfristig auf Elektroflugzeuge

Längerfristig muss die Luftfahrindustrie „weitreichendere Veränderung vornehmen“, und auf den Einsatz von elektrisch betriebenen oder Hybrid-Flugzeugen setzen, die von erneuerbaren Brennstoffen angetrieben werden, sagt die Sprecherin. „Daher kooperiert easyJet auch mit Unternehmen wie Wright Electric, die an einem rein elektrisch-betriebenen Verkehrsflugzeug arbeiten, das sich für den Einsatz auf Kurzstrecken in Europa eignet.“

Im Klartext: EasyJet möchte in (ferner) Zukunft Elektroflugzeuge einsetzen und stellt sich so nachhaltiges Fliegen vor. Der Plan, so viel ist sicher, ist ambitioniert.

Und wie sieht es bei deutschen Flugunternehmen aus?

Die Lufthansa ist nicht überzeugt von der Elektro-Lösung. Bisher habe es ein paar wenige erfolgreiche Tests mit elektrisch angetriebenen Flugkörpern gegeben, die etwa vier Personen transportieren können, heißt es gegenüber Business Insider. Die Lufthansa befördere aber 50 bis über 300 Fluggäste in ihren Maschinen. Bis diese hybrid oder elektrisch betrieben werden können, werde es noch sehr lange dauern, sagt ein Sprecher der Lufthansa.

Lufthansa setzt auf moderne Maschinen und synthetisches Kerosin

Das deutsche Flugunternehmen setzt kurz- und mittelfristig auf den Einsatz moderner Maschinen und synthetischer Antriebsstoffe. Neuere Maschinen wiegen weniger und verbrennen durch neuere Technik und niedrigeres Gewicht teilweise 25 Prozent weniger Kerosin als ihre Vorgängermodelle. Das sei, wenn man sich die Gesamtzahl der Flüge der Lufthansa in Deutschland ansieht, eine Menge, sagt der Sprecher.

Die Lufthansa setzt außerdem langfristig auf das, von Wissenschaftlern und der Raffinerie Heide aus Schleswig-Holstein synthetisch hergestellte „Kerosyn“, das sie mit überschüssigen Strom von Windrändern in der Region herstellen. Das haben beide Seiten in einem „letter of intent“ besiegelt. Wenn dieser Stoff in industriellem Maße, also für den Bedarf der Lufthansa, produziert werden kann, wird das Unternehmen bestellen.

Die Lufthansa hat auch „interessiert wahrgenommen“, dass Umweltministerin Svenja Schulze ein Kompetenzzentrum in der Nähe von Cottbus angekündigt hat, dass sich ebenfalls mit der Herstellung von synthetischem Kerosin befassen soll, sagt der Unternehmenssprecher.

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Source:: Business Insider.de

      

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