Das britische Unterhaus will den Brexit verschieben – und nun?

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Nun also weiß die Welt ein wenig deutlicher, was die Briten wollen.

Es kommt aber auch auf die EU an:

Alle 27 EU-Staaten müssen einer Brexit-Verschiebung zustimmen. Die EU betonte in dieser Woche mehrfach, dass sie dem Aufschub nur stattgeben werde, sollte Großbritannien einen gut begründeten Plan vorlegen, wie die zusätzliche Zeit genützt werden soll.

Sollte das Unterhaus Mays Deal endgültig ablehnen, ist völlig unklar, wie es für Großbritannien weitergehen würde.

Zwar will Ratspräsident Donald Tusk in der Europäischen Union für einen langen Aufschub des Brexits werben, wie er am Donnertag bei Twitter ankündigte.

Aber selbst ein Aufschub von einem Jahr würde Großbritannien nicht genügend Zeit verschaffen, einen neuen Austrittsvertrag auszuhandeln. Nachverhandlungen an dem Dokument schließt die EU bisher ohnehin aus.

Sollten sich die Briten etwa für einen weicheren Brexit entscheiden, das heißt, dauerhaft Mitglied in der Zollunion und im Binnenmarkt bleiben zu wollen, würde auch das lange Verhandlungen nach sich ziehen.

Hinzu kommt: Vom 23. bis 26. Mai finden die Europawahlen statt. Sollte der Brexit lange aufgeschoben werden, müssten die Briten wohl daran teilnehmen. Und Abgeordnete in das Europa-Parlament entsenden, obwohl sie die EU immer noch verlassen wollen.

All diese Schwierigkeiten zeigen, warum ein chaotischer Brexit ohne Austritt noch immer ein sehr wahrscheinlicher Ausgang für das Brexit-Drama ist.

Auf den Punkt gebracht:

Die Abstimmung am Donnerstag war ein kleiner Sieg für Theresa May nach einer desaströsen Woche. Sie darf immer noch hoffen, ihren Brexit-Deal doch noch über die Ziellinie zu bringen.

Und dennoch: Die Unsicherheit ist immer noch groß. Und das Risiko eines chaotischen Brexits noch immer nicht gebannt.

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Source:: The Huffington Post – Germany

      

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