Die Deutschen entdecken eine äußerst überraschende Geldanlage für sich

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Autos auf einem Parkplatz.

Die durchschnittliche Rendite festverzinslicher Anlagen lag im Jahr 2000 noch bei 5,4 Prozent — heute sind es nur noch 0,2 Prozent. Die Immobilienpreise steigen seit zehn Jahren kontinuierlich; nicht nur in den deutschen Metropolen wie Stuttgart, Berlin oder München, sondern auch in deren Umgebung.

Als sicher geltende Investitionen sind mittlerweile rar geworden, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) den Vermögensverwalter Jens Ehrhardt zitiert. Deswegen greifen deutsche Unternehmen vermehrt auf eine andere Anlageform zurück: Parkplätze.

Eine Studie der Universität Columbia, die der „FAZ“ vorliegt, hat ermittelt, dass Parkplätze, Garagen und Tiefgaragenplätze zumindest in Amerika Renditen von sechs bis acht Prozent im Jahr erzeugen können. Dafür müsse man entweder einen Platz auf Online-Plattformen wie Immobilienscout 24 kaufen oder von einem Anbieter erwerben, der das Objekt dann sogar für den Eigentümer verwaltet. Alternativ könne man sich um einen Fonds bemühen, der sich auf Parkmöglichkeiten spezialisiert hat.

Parkplätze sind eine Anlage-Alternative zu Wohnimmobilien

Damit hat der niederländische Investmentmanager Bouwfonds schon im Jahr 2005 angefangen, der unter anderem Parkhäuser aus den Niederlanden deutschen Privatanlegern anbietet. Mittlerweile gibt es zwei Fonds für private Investoren, drei für institutionelle. Das Schema ist ähnlich: Die Stellplätze befinden sich in dicht besiedelten Gegenden, Stadt- und Einkaufszentren. Kurz: dort, wo die Nachfrage nach Parkplätzen hoch ist, und das an möglichst vielen unterschiedlichen Stellen.

Entsprechend hoch sind auch die Mieten in den bevölkerungsstarken Städten, die Eigentümer von ihren Kunden verlangen können. In Frankfurt, Stuttgart und Hamburg liegen die Preise für zentrumsnahe Garagen- und andere Stellplätze bei durchschnittlich knapp 200, 150 und 140 Euro monatlich. Das hat das Immobilienportal Immonet ermittelt und der „FAZ“ zur Verfügung gestellt. „Wie auch bei anderen Immobilien spielt auch für Parkgaragen die Lage eine wichtige Rolle“, sagt Philippe Op de Beeck vom Parkraumbetreiber Apcoa gegenüber der Zeitung.

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Aufgrund der steigenden Nachfrage gibt es immer mehr Unternehmen, die Dienstleistungen rund um die Vermietung der Parkplätze anbietet; etwa wie Future Construct aus Markt Schwaben bei München. Es kümmert sich um die Erschließung geeigneter und lukrativer Parkplätze, vermittelt sie, renoviert sie, verkauft sie teurer weiter — so, wie es bei Wohnimmobilien häufig der Fall ist.

Ganz ohne Risiken ist das Modell allerdings nicht, wie Ehrhardt anmerkt. Wenn Städte aufgrund einer dichter werdenden Bevölkerung versuchen, Individualverkehr einzudämmen und etwa vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen wird, könnte das auch einen Nachteil für das Geschäftsmodell mit den Parkplätzen bedeuten. Ein Rückgang in der Nachfrage sei im Moment jedoch nicht merkbar.

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Source:: Business Insider.de

      

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