E-Auto-Ladesäulen in Deutschland: Eine Karte zeigt, wie gut eure Region bei der Elektromobilität dasteht

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Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos kommt voran: Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat sich die Zahl der Ladepunkte in Deutschland im vergangenen Jahr verdoppelt — auf rund 20.000 Stück.

Doch die Investitionen in die Mobilitätswende kommen offenbar nicht überall an: Gerade im Nordosten Deutschlands gibt es Regionen, in denen kilometerweit keine einzige Ladesäule zu finden ist. Das geht aus Daten der Bundesnetzagentur hervor, die Business Insider ausgewertet hat.

In der folgenden Karte könnt ihr nachschauen, wie die Ladeinfrastruktur in eurer Region aussieht.

Verteilung von Ladesäulen für E-Autos in Deutschland

Lesehilfe: Jeder Punkt repräsentiert eine E-Ladestation. Je größer der Punkt, desto mehr Ladepunkte gibt es an der jeweiligen Station. Die Farbe der Bundesländer gibt die E-Auto-Dichte an.

Wie aus den Daten hervorgeht, sind besonders die neuen Bundesländer bei der E-Mobilität abgehängt. Sowohl bei der Anzahl der Zulassungen pro Einwohner, als auch bei Menge und Dichte der Ladestationen können sie es nicht mit den westlichen Bundesländern aufnehmen.

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Klar ist, dass Bevölkerungszahl und -dichte im Osten deutlich niedriger sind. Allerdings sind auch die relativen Zulassungen pro Einwohner deutlich geringerer als im Westen. Diese Tatsache könnte allerdings auch damit zusammenhängen, dass es deutlich weniger Ladestationen in den neuen Bundesländern gibt. Das hat einen einfachen Grund: „Die privaten Energieversorger bauen die Ladesäulen dort auf, wo sie Umsatz vermuten. Da die neuen Bundesländer dünn besiedelt sind und die E-Auto-Dichte relativ gering ist, sind sie dort offenbar weniger aktiv“, sagt Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach, zu Business Insider.

Nur wenige Ladestationen werden von der Öffentlichen Hand gestellt

Die Angebotslücke konnte die Politik laut Bratzel bislang nicht füllen: „Man hat zu spät angefangen und zu wenig Einfluss auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur genommen“, so Bratzel im Hinblick auf die staatliche Förderung. Gerade im Vergleich mit China sei die Förderung „eher homöopathisch“.

Die Ladeinfrastruktur für E-Autos gilt als wesentlicher Faktor bei der Kaufentscheidung — und ist damit entscheidend für den Erfolg der E-Mobilität in Deutschland. Bratzels Sorge: Wenn der große E-Auto-Boom ab 2020 einsetzt und die Ladesäulen bis dahin nicht ausreichend vorhanden sind, könnte das zu einer großen Enttäuschung bei den Kunden führen.

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Source:: Business Insider.de

      

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