Eltern verklagen Kinderwunschklinik, weil ihre Zwillinge die Kinder von zwei anderen Paaren sind

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Im März hat eine Frau, die mit ihrem Mann schon lange versucht hatte, Nachwuchs zu bekommen, in einem Krankenhaus in New York City Zwillinge auf die Welt gebracht.

Das Paar bemerkte allerdings sofort, dass etwas nicht stimmte, da die zwei Jungs offensichtlich nicht asiatisch waren — im Gegensatz zu den Eltern.

Das Paar verklagt jetzt das Kinderwunschzentrum auf Schadensersatzansprüche (die Summe wurde noch nicht festgelegt). Der Fehler der Klinik habe dazu geführt, dass zwei fremde Embryos eingepflanzt worden seien.

Das Paar musste die Neugeborenen an die biologischen Eltern abgeben und soll dadurch ein irreparables seelisches Leid erfahren haben. Wie der Anklage zu entnehmen ist, wünscht sich das Paar aus Queens schon seit seiner Hochzeit im August 2012 Nachwuchs.

Die Versuche, auf natürlichem Weg ein Kind zu bekommen, waren nicht erfolgreich gewesen. Also wendeten sich die beiden an die Furchtbarkeitsklinik CHA Fertility Center in Los Angeles und gaben dort mehr als 100.000 Dollar (rund 88.800 Euro) für In-vitro-Fertilisationsbehandlungen aus.

Sie sagten, sie hätten der Klinik vertraut, da die Klinik als eines der „ersten Zentren für Fruchtbarkeitsbehandlung der Welt“ beschrieben worden sei. Die erste Einpflanzung scheiterte. Der zweite Versuch, der im August durchgeführt wurde, war jedoch erfolgreich.

Ultraschallbild zeigte zwei Jungs anstelle von Mädchen

Das Paar bemerkte schon vor der Geburt, dass etwas nicht stimmte.

In der Anklage steht, die Ärzte hätten beim Ultraschall im dritten und fünften Schwangerschaftsmonat gesagt, die Zwillinge seien Jungen. Die Fruchtbarkeitsklinik hatte den Eltern aber gesagt, dass zwei weibliche Embryos eingepflanzt worden waren.

Das Paar sagte, es habe die Klinik kontaktiert, um seine Bedenken zu äußern. Ihnen sei jedoch mitgeteilt worden, dass Ultraschallbilder nicht immer zuverlässig seien. Das Paar nahm die Begründung der Klinik zur Kenntnis. Doch als die Mutter die Kinder am 31. März per Kaiserschnitt auf die Welt brachte, waren es zwei Jungs. Noch überraschender: Die Babys hatten kein asiatisches Aussehen, ihre Eltern sind hingegen beide Asiaten.

In der Anklage steht, dass der Arzt Simon Hong von der Klinik mit einigen Mitarbeitern nach New York flog, um die Eltern im Krankhaus zu treffen und einen Gentest durchzuführen. Es stellte sich heraus, dass die Eltern nicht mit den Babys verwandt sind — und die Babys auch nicht miteinander verwandt sind.

Laut Anklage seien die Babys Kinder zwei anderer Paare, die ebenfalls die Klinik für Fruchtbarkeitsbehandlungen aufgesucht hatten.

„Daraufhin mussten die Kläger das Sorgerecht von Baby A und Baby B abgeben und damit den Verlust zweier Kinder erleiden“, heißt es im Dokument. Das Paar habe „signifikante und permanente emotionale Verletzungen erlitten, von denen es sich niemals erholen wird“. Nun soll der Schadensersatz in einem Gerichtsverfahren bestimmt werden.

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Source:: Business Insider.de

      

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