Ernüchternde Ergebnisse: Warum sich 5G derzeit für die wenigsten Smartphone-Nutzer lohnt

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Besucher der IFA in Berlin konnten in diesem Jahr 5G ausprobieren

Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) haben gleich mehrere Unternehmen darauf geachtet, das Thema 5G prominent zu platzieren. In einer neongefärbten Halle konnten die Besucher den neuen Technologiestandard testen. Die Telekom hatte auf dem Messegelände Masten dafür aufgestellt. Business Insider hat 5G dort auf verschiedenen Geräten getestet. Das Ergebnis war ernüchternd.

Der Unterschied zu LTE und 4G ist bei der Nutzung und besonders bei Speedtests erkennbar. Business Insider hat sich das mit einem Xiaomi Mix3 genauer angesehen. Das kommt auf mehr als 1.148 Megabits pro Sekunde (Mbps). Ein LTE-Test mit einem iPhone Xr ergab hingegen etwa 86 Mbps im Download. Auf dem Xiaomi haben wir Videos angeschaut. Selbst in hoher Qualität gab es nahezu keine Ladezeit — sowohl bei LTE und 4G als auch bei 5G.

Lohnt sich der Wechsel auf 5G?

Trotz des Unterschieds in den Zahlen stellt sich also die Frage, ob sich der Wechsel auf 5G für die Nutzer aktuell wirklich lohnt. Denn: Die meisten Smartphone-Nutzer in Deutschland haben — im Gegensatz zum internationalen Standard — ein monatlich begrenztes Datenvolumen von wenigen Gigabyte. Das mobile Streaming von Videos und Musik ist, abgesehen von Kunden der Stream-On-Option bei der Telekom, noch wenig auf deutschen Smartphones angekommen.

Also warum mehr bezahlen, wenn man es sowieso nicht nutzt oder nutzen kann? Der Durchschnittsverbraucher könnte durchaus noch warten, bis er auf 5G setzt. Das sagt zumindest ein Telekom-Mitarbeiter im Gespräch mit Business Insider.

Der Erfolg von 5G hängt auch vom Ausbau durch die Netzbetreiber ab

Hinzu kommt, dass mit dem aktuellen Standard — LTE und 4G — Videos bereits nahezu ohne Ladezeit angeschaut werden können. Das wohl größte Hindernis dabei ist allerdings immernoch: LTE und 4G sind, mit einigen Ausnahmen, nur in Städten verfügbar. Und selbst dort nicht überall. Wer auf 5G upgraden möchte, muss also darauf hoffen, dass die Netzbetreiber den Ausbau ernster nehmen als sie es bei LTE, 4G oder sogar 3G getan haben.

Doch der 5G-Hype hat auch gute Seiten — sogar für jene, die sich kein 5G-Smartphone und 5G-Mobilfunkvertrag leisten wollen: Für den Ausbau wird überall dort, wo es 5G geben soll, auch LTE benötigt. „Der neue Technologiestandard kann nur auf der Infrastruktur von LTE aufgebaut werden“, sagt ein Mitarbeiter der Telekom. Sollten die Netzbetreiber den Ausbau über die Stadtgrenzen hinweg planen, werden auch alle anderen Kunden vom 5G-Ausbau profitieren.

Die Telekom möchte das Thema nun prominent platzieren. Auf Nachfrage, warum 5G für Verbraucher die bessere Option sei, fällt den Mitarbeitern auf der IFA jedenfalls nicht viel ein, außer dass man damit besser Basketball über die Augmented Reality der Smartphones spielen kann. „Und es gibt ja auch noch viele andere tolle Spiele“, sagt ein Mitarbeiter im Magenta-Shirt. Na dann.

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Source:: Business Insider.de

      

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