Forscher finden die wahre Ursache von Depressionen – es ist nicht, was ihr denkt

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Depressionen

Schätzungen zufolge leiden weltweit etwa 350 Millionen Menschen unter einer Depression. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums werden bis zum Jahr 2020 Depressionen oder affektive Störungen sogar die zweithäufigste Volkskrankheit weltweit sein.

Die genaue Ursache bleibt bis heute ein Mysterium und ein Wundermittel gibt es nicht — doch nun sind Forscher der University of Edinburgh etwas auf die Spur gekommen, das von höchster Bedeutung für Betroffene sein könnte:

Depressionen sind nicht rein psychologisch

Laut der Studie aus dem Fachblatt „Scientific Reports“ sind Depressionen nicht ausschließlich auf die Psyche zurückzuführen, sondern auch auf das Gehirn.

Im Rahmen der Studie untersuchten die Forscher bei 3.641 Teilnehmern die weiße Substanz im Hirn, welche komplexe neuronale Kommunikationsnetze enthält. Hierzu setzten sie eine außergewöhnliche und kostspielige Technik namens „Diffusions-Tensor-Imaging“ (DTI) ein, die die Zirkulation von Wassermolekülen innerhalb des Hirns isoliert.

Bei der Auswertung der Bilder konnten die Forscher deutliche Unterschiede in der Struktur der weißen Substanz von gesunden und von unter Depressionen leidenden Menschen erkennen.

Eine wichtige Erkenntnis, um Depressionen erfolgreich zu behandeln

Noch ist unklar, ob Depressionen zu diesen strukturellen Veränderungen geführt haben, oder ob diese schon von Beginn an vorhanden waren und die Ursache für die psychische Erkrankung waren.

Egal welche dieser Antworten die richtige ist: Die Studie untermauert die These, dass Depressionen eine neurobiologische (oder zumindest biologische) Ursache haben können und nicht rein psychologisch sind. Dass die Tendenz, an einer Depression zu erkranken, auch mit den Genen zusammenhängen kann, ist bereits bekannt.

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Während Depressionen eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten sind und tödlich enden können, gehören sie leider ebenfalls zu den Krankheiten, die wir noch nicht richtig verstehen. Anhand dieser Erkenntnisse könnte man in Zukunft Depressionen früher erkennen und sie effektiver behandeln — ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist also gemacht.

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Source:: Business Insider.de

      

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