Ich teste seit einigen Monaten Intervallfasten — und weiß jetzt, warum das Silicon Valley darauf schwört

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Intervallfasten

Twitter-Gründer Jack Dorsey isst eine Mahlzeit am Tag, und diese abends. Die restlichen Stunden fastet er. Am Wochenende gibt es gar nichts, womit streng genommen auch die Milch im Kaffee wegfällt. Falls ihr gerade einen Bissen im Mund habt, es sei euch verziehen, wenn er im Hals stecken bleibt. Denn ja, das klingt erst mal extrem.

Doch Dorsey ist längst nicht der Einzige, der auf den Fasten-Zug aufgesprungen ist. Im Silicon Valley gibt es eine ganze Anhängerschaft, die der „Selbstoptimierung“ ihres eigenen Körpers auf die Schliche kommen will. Denn genau darum geht es. Fasten kann nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern im intensiven Job-Alltag auch zu mehr Energie verhelfen. Das predigen hochrangige Facebook-Mitarbeiter genauso wie Phil Libin, Chef der im Silicon Valley ansässigen Software-Firma Evernote. „Ich habe bessere Laune, mein Fokus ist besser und ich fühle mich konstant fitter“, sagte er im Interview mit „The Guardian.“ Kurzum: Fasten helfe ihm, ein besserer Chef zu sein.

Wer wie ich eine Kolumne schreibt, die den Titel „selbst optimiert“ trägt, kommt an diesem Thema nicht vorbei. Doch Fasten ist kein neuer Trend, sondern so alt wie die Menschheit selbst. Vor allem in religiösen Zirkeln wird es damals wie heute weltweit und regelmäßig praktiziert. Dabei setzen sich Fastende intensiv mit dem eigenen Körper, ihrer Gesundheit und Ernährung auseinander, indem sie freiwillig völlig oder teilweise auf Nahrung verzichten. Mein „Calling“ war vor etwa einem halben Jahr, und auch ich bin inzwischen großer Fan vom Verzicht. Meine Gründe reichen allerdings weit über den bloßen Effizienz-Faktor hinaus. Doch dazu später mehr.

Ich bin im Team „Intervallfasten“

In Deutschland sind Heil- und Basenfasten weit verbreitet, viele fahren dafür auf Kur. Ich hingegen bin im Team „Intervallfasten“, auch intermittierendes Fasten genannt, das sich in den Alltag integrieren lässt. Dabei lebe ich nach der 16:8-Variante. Heißt: In einem Zeitfenster von acht Stunden esse ich, die restlichen 16 Stunden des Tages pausiere ich. Je nachdem, wann ich mein Fasten breche, fällt Frühstück oder Abendessen weg. In der Regel nehme ich die erste Mahlzeit zwischen 11 und 12 Uhr zu mir und die letzte gegen 18 Uhr. In der Zeit danach sind weder Alkohol, Softdrinks, Säfte, Milch oder Bonbons erlaubt — grundsätzlich nichts, was Kalorien hat.

Da ich es weder mag, mit vollem Magen schlafen zu gehen, noch häufig Wein trinke, ist diese Variante für mich am besten geeignet. Wer sich mit frühem Abendessen allerdings schwer tut, kann Alternativen versuchen, beispielsweise die 5:2 Methode. Dabei nimmt man an zwei Tagen der Woche nur rund 500 Kalorien zu sich. An den restlichen Tagen ist „alles erlaubt“.

Im Alltag zu fasten, gerade in Stress-Situationen, mag für einige völlig weltfremd klingen. Gerade dann brauchen wir doch essen, oder nicht? Doch die Sorge, ständig ans Essen zu denken, war in dem Moment obsolet, als ich mein Mindset änderte: als ich mir die Vorteile vor Augen führte und wusste, wofür ich es mache, war es kein stilles Hungern mehr, sondern ein Investment in meine Gesundheit. Ich persönlich habe das Gefühl, …read more

Source:: Business Insider.de

      

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