Mit einer neuen Technologie könnten E-Autos in nur zehn Minuten voll aufgeladen werden

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US-Forscher haben eine Technologie entwickelt, mit der sich die Akkus von E-Autos in nur zehn Minuten aufladen lassen könnten.
Bislang dauert es mindestens eine halbe Stunde, bis E-Autos wieder aufgeladen sind.
Dünne Nickel-Folien sollen schnelleres Laden ermöglichen.
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Ein derzeit noch vorhandenes Problem von E-Autos sind die relativ langen Akkuladezeiten und die damit verbundene „Reichweitenangst“ bei den Besitzern. Damit könnte allerdings bald Schluss sein. Forscher der Pennsylvania State University haben eine neue Technologie entwickelt, mit der sich E-Autos in nur zehn Minuten bis zu 80 Prozent aufladen lassen sollen.

Selbst neuere Tesla-Modelle brauchen laut firmeneigenen Angaben mindestens eine halbe Stunde am Supercharger, um den Akku für eine Reichweite von rund 270 Kilometer zu laden. Vermutlich sind auch aus diesem Grund viele Menschen, insbesondere Viel- und Langstreckenfahrer, noch nicht vollends überzeugt von den klimafreundlicheren Auto-Modellen.

Ohne Reichweitenangst und lange Ladezeiten E-Auto fahren

Auch die US-Forscher denken, dass die Ladezeit einen großen Einfluss darauf hat, ob Menschen sich für ein E-Auto oder ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor entscheiden. „Schnelles Laden ist der Schlüssel für die breite Einführung von Elektrofahrzeugen“, sagte Chao-Yang Wang, Professor für Chemie und Materialwissenschaften sowie Direktor des Electrochemical Engine Center der Pennsylvania State University in einer Pressemitteilung. „Der 10-Minuten-Trend ist zukunftsweisend und für die Einführung von Elektrofahrzeugen von entscheidender Bedeutung, da er das Problem der Reichweitenangst löst“, so Wang weiter.

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Die lange Ladezeit ist auf die in den Akkus enthaltenen Lithium-Ionen-Zellen zurückzuführen. Beim Aufladen werden die Lithium-Ladungsträger in einer Elektrode eingelagert. Beim Entladen werden sie von dort wieder abgerufen. Werden die bislang in E-Autos verbauten Akkus zu schnell geladen, besteht die Gefahr, dass die Ladungsträger bei gewöhnlichen Temperaturen auf der Oberfläche der Elektrode haften bleiben und eine metallische Schicht bilden. Das führt zu nachlassender Leistung der Autos, bei starker Überlastung im schlimmsten Fall zu einem Kurzschluss.

Neue Akku-Technologie gewährleistet bis zu 2.500 Ladezyklen

Das Geheimnis der neuen Technologie sind dünne Folien aus Nickel, die im Inneren des Akkus als Heizung dienen und mit Wärme verhindern sollen, dass sich eben diese metallische Lithium-Schicht beim schnellen Laden bildet. Dazu wird die Batterie während des Ladevorgangs auf rund 60 Grad Celsius aufgeheizt.

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Die bisherigen Messungen haben ergeben, dass der neue schnellladende Akku problemlos bis zu 2.500 Ladezyklen überdauert, erklärte Wang. Abzuwarten bleibt nun, ob sich die Batterie auch außerhalb des Labors unter Realbedingungen bewähren kann.

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Source:: Business Insider.de

      

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