Nach internem Machtkampf: Brandenburger CDU-Chef Ingo Senftleben tritt zurück

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Ingo Senftleben, der Vorsitzende der CDU in Brandenburg, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Das berichtete zuerst der „Tagesspiegel“. Senftleben gibt demnach kurz nach der Brandenburg-Wahl nicht nur das Amt des Landesvorsitzenden, sondern auch den Fraktionsvorsitz sowie seine Mitgliedschaft im Sondierungsteam der Union bei den laufenden Koalitionsverhandlungen auf.

Der Grund für Senftlebens Entscheidung ist laut „Tagesspiegel“ ein parteiinterner Machtkampf, der die Koalitionsverhandlungen belastete. Der 45-Jährige wolle eine Zerreißprobe der Union abwenden und eine „Kenia“-Koalition der CDU mit SPD und Grünen ermöglichen.

Machtkampf innerhalb der Brandenburger CDU

Die CDU war bei der Landtagswahl in Brandenburg mit 15,6 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft nach der AfD (23,5 Prozent) und der SPD (26,2) Prozent geworden. Die Grünen hatten 10,8, die Linke 10,7 Prozent der Stimmen erhalten. Sowohl ein „Kenia“-Bündnis oder eine rot-rot-grüne Koalition wären als Regierung möglich.

Senftleben hatte kurz nach der Wahl auf eine Regierungsbeteiligung der CDU in einem „Kenia“-Bündnis gedrängt. „Wir können uns vorstellen, zu Ergebnissen zu kommen, die nach vorne gewandt und zum Wohle Brandenburgs sind“, sagte er über die entsprechenden Koalitionsgespräche.

Während dieser hatte sich jedoch die Fraktion der CDU im Brandenburger Landtag gespalten. Sechs der 15 Abgeordneten strebten aufgrund der deutlichen Wahlniederlage eine sofortige Neuwahl des Fraktionsvorsitzes — also eine Abwahl Senftlebens — an. Ein stabiles Bündnis mit der SPD und den Grünen erschien so unmöglich.

Mit seinem Rücktritt kam Senftleben nun seinen Kritikern und einem Scheitern der Koalitionsgespräche zuvor.

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Source:: Business Insider.de

      

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