Russlands Einheit 29155: Mysteriöses Mordkommando sucht angeblich Europa heim

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Hackerangriffe, Propaganda, Auftragsmorde: Kreml-Chef Wladimir Putin wird häufig die Einmischung in westliche Politik vorgeworfen.
Die „New York Times“ berichtet nun, dass westliche Geheimdienste ein mörderisches Sonderkommando des russischen Nachrichtendienstes GRU aufgedeckt hätten.
Die Einheit 29155 sei seit mindestens einem Jahrzehnt dabei, Europa zu unterwandern — und schrecke vor nichts zurück.
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Die politische Unterwanderung Moldawiens. Ein Attentat auf einen bulgarischen Waffenhändler. Ein geplanter Mordanschlag auf den Premierminister Montenegros. Der Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Agenten Sergej Skripal und seine Tochter in England.

Laut einem Bericht der „New York Times“, die sich auf Quellen aus mehreren westlichen Geheimdiensten beruft, haben alle diese Ereignisse einen gemeinsamen Ursprung: Die Einheit 29155, eine Gruppierung innerhalb des russischen Militärgeheimdienstes Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije (GRU), der Hauptverwaltung für Aufklärung.

Westliche Geheimdienste hätten die Einheit 29155 erst vor Kurzem entdeckt. Doch die Elitetruppe agiere seit mindestens einem Jahrzehnt. Ihr Auftrag: Europäische Regierungen und Länder unterwandern, sabotieren und destabilisieren. Mit allen Mitteln.

Ehemaliger GRU-Offizier über Einheit 29155: „Bombenanschläge, Morde, alles“

Einheit 29155 könne in Gruppen oder nur mit einem Agenten operieren, sagte ein anonymer ehemaliger GRU-Offizier der „New York Times“.

Die Eliteeinheit führe Missionen als Ablenkungstaktik aus: „Bombenanschläge, Morde, alles. Das waren ernste Kerle, die da gedient haben. Das waren die Offiziere, die undercover und als verdeckte Agenten gearbeitet haben.“ Tatsächlich sind laut der Zeitung unter den Mitgliedern der Einheit viele Veteranen aus Russlands Kriegen in Afghanistan, Tschetschenien und der Ukraine.

Ein russischer Blogger habe unlängst Fotos aus einem ehemaligen Hauptquartier der Einheit publiziert, schreibt die „NYT“. Darauf seien verschiedene Waffen zu sehen: Ein belgisches FN-30-Snipergewehr, deutsche G3A3s, österreichische Steyer AUGs und M16s aus den USA. Der ehemalige GRU-Offizier habe die Authentizität der Fotos bestätigt.

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Westliche Geheimdienste: Einheit 29155 kann ohne Vorwarnung zuschlagen

Die „New York Times“ zitiert Geheimdienstmitarbeiter aus vier verschiedenen Ländern, laut denen es vollkommen unklar sei, wie häufig die Einheit 29155 im Einsatz ist. Es sei zudem unmöglich vorauszusehen, wann und wo die Agenten zuschlagen könnten.

„Diese Einheit der GRU ist seit Jahren in Europa aktiv“, sagte ein anonymer europäischer Sicherheitsbeamter der Zeitung. „Es war eine Überraschung herauszufinden, dass die Russen, dass GRU und diese Einheit das Gefühl haben, dass sie sich in befreundeten Ländern frei bewegen und dort ihren bösen Absichten nachgehen können. Das war ein Schock.“

(jg)

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Source:: Business Insider.de

      

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