Teuerster Flugzeugträger der Welt: Die US-Navy hat gerade eine Riesenblamage abgewendet

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Der Stolz der US-Navy – trotz aller Probleme: Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford.

Gute Nachrichten von der US-Navy für alle, die Flugzeugträger nicht nur in Häfen und Werften sehen wollen, sondern auch einmal auf offenem Meer. Die USS Gerald R. Ford, der modernste und mit 13 Milliarden US-Dollar auch teuerste Träger der Welt, ist offenbar auf bestem Weg, wieder auslaufen zu können. Die Reparaturarbeiten an den Antriebsanlagen des Flugzeugträgers seien Ende Juli abgeschlossen worden, teilte die US-Navy am Montag mit. Damit dürfte das Schiff wieder problemlos fahren können.

Schwierigkeiten mit den Anlagen waren Anfang 2018 aufgetaucht. Ein Problem im „Herstellungsprozess“ wurde damals ausgemacht. Als James Geurts, zuständig für die Beschaffung neuer Navy-Waffen, im März vor US-Kongressabgeordneten zugeben musste, dass die Marine deutlich länger als geplant brauche, um das im Schiff integrierte kleine Atomkraftwerk (der Träger wird nuklear angetrieben) und Waffenaufzüge zu reparieren, da fürchteten manche schon eine Riesenblamage heraufziehen. Welcher US-Gegner hat schließlich vor einem 100.000 Tonnen schweren, schwimmenden Riesen Angst, wenn dieser sich weder einwandfrei durch das Wasser pflügen noch sich effektiv wehren kann? Niemand.

US-Navy: „Schwierigkeiten waren zu erwarten“

Dementsprechend wütend reagierten ranghohe US-Politiker. Senator Jim Inhofe, Vorsitzender des mächtigen Streitkräfteausschusses, etwa. „Das Schiff wurde von der Navy zwei Jahre zu spät und zweieinhalb Milliarden US-Dollar über Budget entgegengenommen — und noch immer funktionieren neun der elf Waffen nicht, während die Kosten weiter steigen“, polterte er jüngst bei einer Anhörung. Das Missmanagement der Navy „grenzt an ein Verbrechen“.

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Jetzt also Entwarnung. Riesenblamage offenbar abgewendet. Zumindest die Antriebsanlage scheint ordnungsgemäß zu arbeiten. Und die Waffenaufzüge, die Bomben und Raketen vom Magazin ans Deck bringen sollen? Die funktionieren anscheinend noch immer nicht so, wie sie sollen. Experten erwarten, dass nur eine geringe Zahl der Aufzüge einsatzfähig sein wird, wenn das Schiff im Herbst wieder zur Flotte stößt. Wie schrieb die Navy erst: „Bei einem ersten Schiff dieser Klasse waren manche Schwierigkeiten zu erwarten.“ Diese Erwartungen hat die Navy aus Sicht vieler Kongressabgeordneter vermutlich längst übertroffen.

Dieser Text fußt auf einem Artikel unseres BI-Militärexperten Ryan Pickrell. Das Original findet ihr hier. (ab)

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Source:: Business Insider.de

      

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