Trump-Lager alarmiert: China ist dabei, die größte Stärke des Präsidenten zunichte zu machen

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Wohin führt Donald Trumps Handelskonflikt mit China? Vielleicht steil nach unten.

Wer hat den längeren Atem im Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt? Chinas Präsident Xi Jinping oder US-Präsident Donald Trump? Trump ist sich sicher: Er hält länger durch. Die chinesische Wirtschaft leidet unter seinen Strafzöllen ja jetzt schon. Der US-amerikanischen Wirtschaft dagegen geht es noch immer vergleichsweise gut.

Allerdings ist sich auch Xi sicher. Will Trump seine Wiederwahl nicht vermasseln, dann muss er irgendwann einlenken. Und weil sich Trump schon im November 2020 den Wählern stellen muss, heißt irgendwann in diesem Fall in den nächsten Monaten. Und wenn Trump das doch nicht tut?

Chinas Hoffnung: US-Wähler werden Trump abwählen

Dann zieht China den Handelskrieg eben durch. Bis November 2020 und darüber hinaus. Dann werden schon auch die USA zu spüren bekommen, dass mit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nicht zu spaßen ist. Dann werden sie schon auch noch ihre Rezession erleben. Dann werden die US-Wähler Trump, den Zollmann, schon aus dem Amt jagen.

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„Wir sind zunehmend der Ansicht, dass es für Präsident Xi am besten sein könnte, bis zur Wahl 2020 zu warten in der Hoffnung, dass eine neue [US-]Regierung verlässlicher in ihren Verhandlungspunkten ist“, schrieb jetzt auch Ian Shepherdson, Chefökonom beim englischen Beratungsunternehmen Pantheon Macroeconomics, in einer Mitteilung.

Tatsächlich machen sie sich im Trump-Lager immer mehr Sorgen. Was, wenn die US-Wirtschaft im Wahljahr 2020 wirklich schrumpfen sollte, weil der US-Präsident Amerikas wichtigsten Handelspartner mit Zöllen und noch mehr Zöllen überhäuft? Schon jetzt treffen Sanktionen und Gegensanktionen Güter im Wert von 360 Milliarden US-Dollar. Im September will die Trump-Regierung weitere Zölle auf chinesische Waren im Wert von 360 Milliarden Dollar verhängen. Zu allem Überdruss könnte aus dem Handels- noch ein Währungskrieg zu werden, seitdem die USA China ganz offiziell einen Währungsmanipulator nennen.

Am Dienstag dann zumindest ein klein wenig Entspannung: Die Trump-Regierung kündigte überraschend an, einige der für September geplanten Zölle auf chinesische Importe, darunter auch Smartphones und Laptops, bis Dezember aufzuschieben.

Wirtschaft für Trump größtes Plus

Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Wirtschaft bald in die Rezession rutscht, ist nach Ansicht renommierter Marktbeobachter gestiegen. Die US-Großbank Bank of America schätzt, dass es in den nächsten zwölf Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 30 Prozent zu einer schrumpfenden Wirtschaft kommen könnte. Und Morgan Stanley warnt, dass noch mehr Trump-Zölle zu einer globalen Rezession führen könnten.

Noch gibt es unter Ökonomen keinen Konsens, dass eine Rezession naht. Falls doch, dürften Trumps Wiederwahlchancen in der Tat rapide sinken. Wie die „Washington Post“ recherchierte, wurde seit dem US-Bürgerkrieg in den 1860er-Jahren nur ein einziger Präsident wieder ins Weiße Haus gewählt, wenn er in den letzten zwei Jahren seiner ersten Amtszeit mit einer Rezession zu kämpfen hatte. Sein Name: William McKinley, im Jahr 1900. Lange her. Alle vier Nachfolger, die mit höchstens zwei Jahre altem Rezessionsballast in die Wahl zogen, hatten kein Glück. William Taft, Herbert Hoover, Jimmy Carter und George H.W. Bush wurden abgewählt.

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Source:: Business Insider.de

      

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