Trumps Huawei-Verbot könnte zu einem Vergeltungsschlag aus China führen — mit Apple als Ziel

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Ein Verbot des chinesischen Tech-Giganten Huawei durch die Trump-Administration könnte eine Vergeltungsaktion durch Peking auslösen, die den Druck auf US-Tech-Unternehmen weiter steigern würde, wobei Apple als hochkarätiges Ziel für Vergeltungsmaßnahmen verwundbar ist, sagten Analysten am Mittwoch. Ein Analyst glaubt, dass die Reaktion Pekings für amerikanische Unternehmen „katastrophal“ sein könnte.

Das Verbot, mit Huawei Geschäfte zu machen, wurde kurz nach der Anordnung von Präsident Trump gegen „ausländische Gegner“ in der Technologiebranche verhängt. Gemäß der Anordnung des US-Handelsministeriums ist es Huawei nun untersagt, ohne Zustimmung der US-Regierung Teile und Komponenten von US-Unternehmen zu kaufen. Huawei wurde wiederholt beschuldigt, Spionage betrieben und US-Gesetze verletzt zu haben. Huawei hat die Vorwürfe zurückgewiesen, während Peking die Vorwürfe als unwahr bezeichnet hat.

Experte: Ein Vergeltungskampf könnte katastrophal enden

„Das ganze ist eindeutig darauf ausgerichtet, dass China über Huawei spioniert, was noch nicht endgültig bewiesen ist“, sagte der Analyst Tim Bajarin von Creative Strategies Inc. gegenüber Business Insider. „Aber es stellt ein Verbot eines chinesischen Produkts in den USA dar, das andere Auswirkungen hat.“ Die Spionagevorwürfe „könnten real sein“, merkte er. Das Gleiche gilt allerdings womöglich bald auch für eine Reaktion Chinas.

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„China könnte Vergeltung üben, indem es US-Produkte auf dem chinesischen Markt verbietet, indem es die gleichen Vorwände benutzt, auch wenn sie nicht stimmen“, sagte Bajarin. „Ein Kamp Auge um Auge, der für jedes Unternehmen, das viele Waren nach China verkauft, katastrophal sein könnte, insbesondere technologiebasierte Waren, wenn sie aus irgendeinem Grund als Teil eines chinesischen Vergeltungsschlags verboten werden.“

Und nach den jüngsten Zöllen, die die USA und China auf Waren im Wert von Hunderten von Millionen US-Dollar des jeweils anderen eingeführt haben, könnte ein mögliches chinesisches Verbot bestimmter US-Unternehmen erhebliche Probleme verursachen. Der Wedbush-Analyst Dan Ives sagte, dass die Drohung durch Trump vor dem G-20-Gipfel im nächsten Monat in Japan womöglich nur ein Vorgeschmack sein könnte.

„Das ist ein großer Schuss vor den Bug“

„Wir glauben, dass die Hunde gerade womöglich lauter bellen und der Biss am Ende gar nicht so schlimm ist, aber es sorgt für Aufregung, wenn Tech-Investoren bereits an den Rand gedrängt wurden“, sagte er zu Business Insider. „Das ist ein großer Schuss vor den Bug. Man heizt der Situation weiter ein, besonders was Huawei angeht, angesichts der strategischen Bedeutung von Huawei in China.“

China könnte zurückschlagen, sagte Ives, was führenden Tech-Größen erheblich schaden könnte, darunter die Chiphersteller Nvidia, Qualcomm und Intel. In einer Notiz im Dezember, nach der Anklage gegen Huawei CFO Meng Wanzhou in den USA, sagte Bernstein-Analystin Stacy Rasgon, Huawei sei „insgesamt ein bedeutender Abnehmer von Halbleitern“. Aber sie sagte auch, dass die Auswirkungen auf die großen US-Chiphersteller minimal sein würden.

Rasgon erklärte, dass die „Lieferkette weiterentwickelt werden könnte“, was dabei helfe, die Auswirkungen des Huawei-Verbotes auf die US-Chiphersteller zu mildern.

„Wenn andere Firmen nicht an Huawei verkaufen können und damit Huawei selbst keine Ausrüstung verkaufen kann, würden andere Unternehmen schließlich Huaweis Nachlässigkeit aufgreifen und sich an Unternehmen wenden, an die sie verkaufen können“, sagte er. „Mit anderen Worten: Die chinesischen Ausrüstungsunternehmen …read more

Source:: Business Insider.de

      

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