US-Ermittler führen Untersuchungen zu Epsteins Sexhandelsring trotz seines Suizids fort

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United States Attorney for the Southern District of New York Geoffrey Berman speaks during a news conference, in New York, Monday, July 8, 2019. Federal prosecutors announced sex trafficking and conspiracy charges against wealthy financier Jeffrey Epstein. Court documents unsealed Monday show Epstein is charged with creating and maintaining a network that allowed him to sexually exploit and abuse dozens of underage girls.(AP Photo/Richard Drew)

Der Prozess gegen den wohlhabenden Finanzier Jeffrey Epstein, dem Menschenhandel mit dem Ziel des sexuellen Missbrauchs vorgeworfen wird, wird trotz seines Selbstmordes am frühen Samstagmorgen in einem Gefängnis in Manhattan fortgesetzt.

In einer Erklärung des New Yorker Staatsanwaltes wird bestätigt, dass die Untersuchungen zur Anklage noch nicht abgeschlossen sind. In der auf Twitter veröffentlichten Stellungnahme wird der Umfang der Vorwürfe gegen Epstein betont. Zudem werden Opfer oder Personen mit relevanten Informationen aufgefordert, das FBI anzurufen.

STATEMENT OF MANHATTAN U.S. ATTORNEY ON THE DEATH OF DEFENDANT JEFFREY EPSTEINhttps://t.co/uCLv8aAPaZ pic.twitter.com/aQnRn3kjEH

— US Attorney SDNY (@SDNYnews)
August 10, 2019

Epstein unternahm bereits vor wenigen Wochen Suizidversuch

Der Staatsanwalt Geoffrey Berman bestätigte zudem, dass der Angeklagte vom Personal der Haftanstalt Metropolitan Correctional Center reglos in seiner Zelle aufgefunden und kurze Zeit später in einem nahe gelegenen Krankenhaus für tot erklärt wurde. Das US-Justizministerium ließ zudem verlauten, dass Epstein am Samstagmorgen um 6.30 Uhr aufgefunden wurde und die Mitarbeiter „lebensrettende Maßnahmen“ ergriffen.

„Die heutigen Ereignisse sind beunruhigend, und uns ist bewusst, dass sie eine weitere Hürde darstellen könnten, um den vielen Opfern von Epstein den Gang vor ein Gericht zu ermöglichen“, so Berman. „Ich möchte diesen mutigen jungen Frauen, die sich bereits gemeldet haben, und den vielen anderen, die dies noch nicht getan haben, noch einmal unsere Entschlossenheit versichern. Wir werden für euch eintreten. Unsere Untersuchung des mutmaßlich strafbaren Verhaltens – das den Tatbestand der Mittäterschaft beinhaltet – läuft weiter.“

Nur wenige Wochen vor Epsteins Tod wurde der Milliardär bereits bewusstlos und mit Verletzungen am Hals in seiner Zelle aufgefunden. Er wurde daraufhin in ein Krankenhaus eingeliefert und wegen Selbstmordgefahr unter Beobachtung gestellt. Die „New York Times“ berichtete am Samstag, dass Epstein bereits am 29. Juli zurück in das Gefängnis gebracht wurde, wo er in einer besonderen Einheit mit speziellen Sicherheitsvorhkehrungen untergebracht war.

Auf Ersuchen des FBI und des Justizministers William Barr sind Ermittlungen zu dem Suizid von Epstein eingeleitet worden.

Epstein Opfer „wütend“ über Suizid

Der wohlhabende Finanzier wurde beschuldigt, zwischen den Jahren 2002 und 2005 einen Sexhandelsring betrieben zu haben. Hierbei soll er zahlreiche teils minderjährige Mädchen in seinen Wohnsitzen in Manhattan und in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Zuvor hatte Epstein einen geheimen Deal mit der Staatsanwaltschaft unterzeichnet, der es ihm ermöglichte, nur 13 seiner eigentlich 18-monatigen Haftstrafe zu verbüßen. Epstein hatte zugegeben, dass er zwei minderjährige Frauen zur Prostitution in Palm Beach angestiftet hatte.

Der Anwalt von Epstein ließ in einer Erklärung verlauten, dass die Staatsanwälte und der Richter, der den Fall von Epstein überwacht hatte, teilweise für seinen Tod verantwortlich seien. Der US-Bezirksrichter Richard Berman lehnte kürzlich Epsteins Antrag Kaution ab. In seiner Begründung heißt es, Epstein sei eine Gefahr für sich selbst und die Gemeinschaft. Zudem bestehe ein hohes Fluchtrisiko und die Gefahr, dass die Justiz bei ihrer Arbeit behindert werden könnte.

Business Insider USA berichtete über die Reaktion einiger von Epsteins Opfer, die verlauten ließen, sie seien „wütend“ …read more

Source:: Business Insider.de

      

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