Vor 3 Millionen Jahren waren die Meere auf der Erde nur wenige Grad wärmer — aber der Meeresspiegel 16 Meter höher

Aktuelle
Das Eis der Arktis und Antarktis schmilzt wohl schneller als zunächst angenommen.

Forscher haben herausgefunden, dass es auf der Erde vor drei Millionen Jahren nur drei bis vier Grad wärmer war als heute — doch der Meeresspiegel rund 16 Meter höher gelegen haben muss.
Sie haben eine Studie in Höhlen am Mittelmeer durchgeführt, in der sie Stalaktiten untersucht haben.
Das könnte Aufschluss darüber geben, wie sich der Meeresspiegel verhalten könnte, wenn sich die Durchschnittstemperatur in den kommenden Jahren erhöhen wird.
Mehr Artikel von Business Insider findet ihr hier.

Ein spanisch-amerikanisches Forscherteam hat eine Entdeckung gemacht, die Aufschluss darüber geben könnte, wie sich der Meeresspiegel verhält, wenn sich die Temperatur um zwei bis drei Grad erhöht. Denn vor drei Millionen Jahren gab es einen ähnlich hohen Gehalt an Kohlenstoffdioxid in der Luft, und die Durchschnittstemperatur lag zwei bis drei Grad höher als im vorindustriellen Zeitalter. Es war das letzte Mal, dass „das atmosphärische Kohlenstoffdioxid der Erde so hoch war wie heute (…)“, sagt Bogdan Onac, ein Co-Autor der Studie in einer Pressemitteilung.

Damals lag der Meeresspiegel bis zu 16,2 Meter über dem heutigen. Mit diesen Erkenntnissen könnten die Autoren die Modelle über Eisschilde verbessern, um dann vorhersagen zu können, wie sich der Meeresspiegel unter den klimatischen Verhältnissen verhalten wird.

Meeresspiegel wird im selben Ausmaß steigen, wenn nicht sogar darüber hinaus

Für diese Ergebnisse hatte das Team eine Höhle im Mittelmeer untersucht, genauer: die Stalagmiten und Stalaktiten, die sie dort fanden. Die Proben von 70 Mineralienablagerungen, die sich auf jenen Stalagmiten und Stalaktiten gebildet hatten, lagen 22,5 und 32 Meter über dem Meeresspiegel. Obwohl die Höhle 100 Meter von der Küste entfernt lag, deutet alles darauf hin, dass sie vor drei Millionen Jahren durch Ablagerungen entstanden sind — als die Höhle überflutet wurde.

Lest auch: Klimawandel: Was in Deutschland passiert, wenn die Temperatur um 1,5 Grad Celsius steigt

Zwar stabilisiere sich gerade der Anteil des Kohlenstoffdioxids in der Atmosphäre. Doch die Wissenschaftler glauben, dass der Meeresspiegel im selben Ausmaß ansteigen wird — wenn nicht sogar darüber hinaus. Eisplatten reagierten „sehr sensibel“ auf Erwärmungen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachjournal „Nature“.

Das würde zwar noch ein wenig dauern, wie die Experten berechnet haben. Laut Schätzungen würde der Meeresspiegel bis Ende des 20. Jahrhunderts um zwei Meter angestiegen sein. Doch schon ab einer Erhöhung von 1,70 Meter würden küstennahe Städte unbewohnbar. Nicht auszudenken, was bei 16 Metern passiert.

Mehr Artikel bei Business Insider:

https://www.businessinsider.de/steigender-meeresspiegel-wird-zahlreiche-kulturstaetten-zerstoeren-2017-12

16 Fotos zeigen, welche Ausmaße die Hitzewelle in der Arktis in diesem Sommer angenommen hat

5 gefährliche Auswirkungen des Klimawandels, die in unseren Ozeanen sichtbar sind

Join the conversation about this story »

…read more

Source:: Business Insider.de

      

(Visited 6 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.