„Werden keine Chance haben“: Kurdischer Kämpfer erklärt, warum Trumps Truppenrückzug so fatal ist

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Die Türkei hat einen Angriff auf den Norden Syriens begonnen, nachdem US-Präsident Donald Trump Truppen aus der Gegend abgezogen hatte.
Die türkische Offensive richtet sich besonders gegen die Kurden in der Region, die einen großen Anteil daran hatten, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) besiegt wurde.
Business Insider sprach mit einem Kämpfer, der bis 2016 auf Seiten der Kurden im Irak gegen den IS kämpfte. Er zeigt sich besonders von den USA enttäuscht.
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Er blickte dem Terror ins Auge. „Mike“ (echter Name der Redaktion bekannt) kämpfte von Anfang 2015 bis Ende 2016 im Nordirak aufseiten der Kurden gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Im benachbarten Syrien startete die Türkei nun eine Offensive auf die dortigen Kurdengebiete, nachdem sich US-Truppen auf Befehl von Donald Trump zurückgezogen hatten.

Business Insider erreichte Mike per E-Mail für ein Interview.

Business Insider: Sie selbst und viele andere kurdische Soldaten halfen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Jetzt haben die Amerikaner den Weg für eine Offensive der türkischen Armee frei gemacht — gegen die Kurden. Wie fühlt sich das an?

Mike: „Ich fühle mich verraten, wie es die meisten Kurden im Moment tun. Es ist nur wenige Wochen her, dass den hauptsächlich kurdischen Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) von den USA gesagt wurde, sie sollten ihre schweren Waffen entfernen und ihre Befestigungen in der Nähe der türkischen Grenze zerstören. Damit sollten sie zeigen, dass sie keine Bedrohung für die Türkei darstellen. Das machte sie verwundbar für eine Invasion und das wussten die USA. Nun beschließt Trump, die US-Truppen abzuziehen und Erdogan grünes Licht für die Invasion zu geben. Das ist das Allerletzte. Ich verstehe die Geopolitik, aber ein solcher Verrat war unangebracht. Und die Kurden werden es für die nächsten Jahrzehnte nicht vergessen.“

BI: Wie würden Sie die Rolle beschreiben, die die Amerikaner in den letzten Jahren in der Region gespielt haben?

Mike: „Ich habe buchstäblich Schulter an Schulter mit amerikanischen Spezialeinheiten im Nordirak gekämpft. Die USA haben eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Islamischen Staats gespielt. Ohne ihre Hilfe wäre die Situation heute ganz anders. Die Kurden wissen das und waren sehr dankbar. Ich erinnere mich, dass ich amerikanische Flaggen und Porträts von George W. Bush auf Märkten im Nordirak gesehen habe. Sogar ein Fischrestaurant in der Stadt Duhok wurde nach Donald Trump benannt. Es ist für alle traurig, dass die amerikanisch-kurdische Beziehungen so enden könnten.“

Mike wurde 1985 im Irak geboren und hat kurdische Wurzeln. Seine Eltern flohen, als Mike drei Jahre alt war. Er wuchs in Norwegen auf, wurde norwegischer Staatsbürger und diente sieben Jahre in der Armee, die Hälfte der Zeit in der Elitetruppe des Telemark-Bataillons. Auch in Afghanistan war er im Einsatz. Auf seinem Instagram-Profil „Peshmerganor“ ließ er seine mehr als 170.000 Follower an seinem Kampf gegen den IS teilhaben. Über seine Erlebnisse hat Mike ein Buch geschrieben. Es ist auf Norwegisch und English erschienen und trägt den Titel „Blood Makes the Grass Grow“.

BI: Das türkische Militär ist den SDF weit überlegen. Wie wird die Strategie der kurdischen Kämpfer aussehen?

Mike: „In …read more

Source:: Business Insider.de

      

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