Wissen zum Wochenende: Woher kommt der Knoblauchgeruch nach dem Essen und wie wird man ihn wieder los?

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Warum können manche Menschen kein Blut sehen? Warum zuckt man manchmal beim Einschlafen? Kocht Nudelwasser ohne Salz schneller?

In unserer Reihe „Wissen zum Wochenende“ beantworten wir die kleinen und großen Fragen des Alltags. Ihr habt auch eine Frage, der wir für euch auf den Grund gehen sollen? Dann schreibt uns eine Mail an: lisa.schoenhaar@businessinsider.de

Wir sind alleine in meiner Küche. Nur er und ich. Liebevoll betrachte ich seine perfekte Figur, die schönen Rundungen, die hübsche Haut. Ich weiß, ich sollte das nicht tun. Aber ich kann nicht anders. Warum nicht doch zwei? Oder gleich drei? The more the merrier.

Wie ich hier stehe und behutsam die weiß-violette Hülle von meinem geliebten Knoblauch entferne, kommt mir durchaus der Gedanke, dass ich vermutlich das Sozialleben meiner Freunde für einige Tage ruinieren werde. Ich schäle dennoch eine vierte Zehe für den Dip, den es heute Abend zum Grillen geben wird. Man muss Prioritäten setzen können.

Knoblauchgeruch entsteht durch eine chemische Kettenreaktion

Leider hat der König unter den Gewürzpflanzen nämlich einen etwas unangenehmen Nachteil: Wer Knoblauch isst, der riecht danach. Für unsere Mitmenschen ist der Geruch manchmal auch noch lange nach dem Verzehr deutlich wahrnehmbar. Das liegt an zwei besonderen Inhaltsstoffen der Knolle; der geruchsfreien schwefelhaltigen Aminosäure Alliin und dem Alliin-spaltenden Enzym Alliinase.

Sobald die Zellstruktur der Zehe aufgebrochen wird — beispielsweise beim Schneiden — setzt eine chemische Kettenreaktion ein: Das Enzym Alliinase trifft auf die Aminosäure Alliin und spaltet sie. So entsteht Allicin, eine instabile schwefelhaltige Verbindung, die sich recht schnell in andere Verbindungen wie Di- und Trisulfide umwandelt. Isst man nun Gerichte mit viel Knoblauch, wandert das Allicin und die Verbindungen, die daraus entstehen, in den Magen. Von dort gelangt der Geruch über die Speiseröhre in den Mund. Und naja, in die Nasen unserer Mitmenschen.

Meine Freunde kommen trotzdem gern zum Essen vorbei. Weil Knoblauch nun mal nahezu jedes Gericht besser macht, akzeptieren sie die übelriechenden Konsequenzen. Wo wir wieder bei den Prioritäten wären. Und weil sie mittlerweile wissen, was sie erwartet, wenn sie bei mir zum Essen eingeladen sind, haben sie eine ganze Reihe von Tipps, wie man den Geruch hinterher wieder loswerden kann. Ich habe sie für euch zusammengetragen.

Was hilft gegen Knoblauchatem?

Mund reinigen: Wenig überraschend. Aber fanatisches Bürsten und exzessiver Einsatz von Mundspülungen oder gar Natron ist die Anti-Knoblauch-Methode, mit der zunächst alle Befragten ihr Glück versuchen.

Kaffeebohnen kauen: Schon ausgefallener. Aus rein kulinarischer Sicht klingt das für mich nicht sehr verlockend, vielleicht etwas trocken. Aber einem Tippgeber zufolge soll es gegen den Knoblauchgeruch helfen, einige Minuten lang auf Kaffeebohnen zu kauen. Die Bohnen mit Schokoüberzug sind leider nicht gemeint, ich habe nachgefragt.

Kräuter und Kardamom kauen: Einer meiner Freunde hat wohl gelesen, dass der Knoblauchatem verschwinden soll, wenn man Kräuter wie Petersilie, Salbei oder Minze kaut. Klingt machbar. Auch helfen soll das Zerkauen von Kardamomkapseln. Klingt weniger machbar.

Milch mit Petersilie trinken: Okay, ew. Da muss schon gleich nach dem Essen ein Zahnarzttermin anstehen, anders kann ich mir diese Verzweiflungstat wirklich nicht erklären. Angeblich soll es gegen den Knoblauchgeruch …read more

Source:: Business Insider.de

      

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