Albertina-Direktor Schröder schließt Bewerbung für weitere Amtszeit aus

Kultur

Der aktuell längstdienende Chef eines Bundesmuseums hat zwar etliche Ideen, will sich nach 2024 aber mehr persönlichen Leidenschaften widmen.

Bis Ende 2024 läuft noch der Vertrag von Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder. Am Ende dieser Zeit wird der Museumsdirektor, unter dessen Ägide die einst auf die Graphische Sammlung beschränkte Institution zu einem multidisziplinären Kunstmuseum mit zwei Standorten ausgebaut wurde, 25 Jahre im Amt gewesen sein.

Bei der Ausschreibung für die nächste Periode, die bereits bald erfolgen soll, wird sich Schröder nicht mehr bewerben: Das schloss er einem Gespräch mit dem KURIER dezidiert aus. Auch eine Teilzeit-Lösung für eine reduzierte Amtszeit stehe demnach nicht zur Debatte, wenngleich Schröder beteuerte, weiterhin viele Visionen und Ideen für die Institution zu haben.

Leidenschaften

„Ich hoffe nicht, dass man den Eindruck hat, ich träte nicht mehr an, weil ich nicht für dieses Museum brenne und nicht glaube zu wissen, wie man neuen Herausforderungen begegnen muss“, so Schröder im KURIER-Gespräch. „Aber ich bin in zwei Jahren in meinem 70. Lebensjahr, und irgendwann möchte ich nicht zurückblicken und sagen, dass so manches auf der Strecke geblieben ist, weil ich 24 Stunden am Tag, 365 Tage am Tag mit meinem Denken der Albertina gewidmet war. Ich meine nicht nur Reisen an Orte, die ich beruflich nicht aufsuchen musste die ich nicht aufgesucht habe, sondern auch ganz bestimmte Leidenschaften, denen ich nicht in dem Ausmaß frönen konnte, wie ich es gerne täte. Jetzt ist es meine freiwillige, autonome Entscheidung, nicht mehr anzutreten, und ich freue mich, in wenigen Monaten jemanden kennenzulernen, dem ich ein wohlbestalltes Haus übergeben kann.“

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Zwar seien die finanziellen Reserven der Albertina durch die Pandemie sowie die Energiekrise zuletzt geschmolzen, so Schröder, die Institution stünde aber dennoch stabil da. Er selbst habe für 2025 schon einige Ausstellungen vorausgeplant, auch für 2026 habe er bereits ein Projekt auf den Weg gebracht – jährt sich doch in diesem Jahr die Gründung der Institution zum 250. Mal. Er rechne damit, dass die ihm nachfolgende Person an diesem Projekt festhalten werde, so Schröder.

Ein ausführliches Interview mit Klaus Albrecht Schröder lesen Sie im Freitag-KURIER.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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