Basquiat-Gemälde soll um 200 Millionen Dollar Besitzer gewechselt haben

Kultur

Japanischer Milliardär, der 2017 einen Rekordpreis für „Untitled“ gezahlt hatte, gab Bild um fast das Doppelte an Hedgefonds-Manager weiter

Es gibt eine Sphäre des Kunstmarkts, in der Geldsummen scheinbar keine Rolle spielen und Konjunkturzyklen nicht wirklich von Belang sind. Bei so genannten „Private Sales“, also Privatverkäufen unter Milliardären, wechseln Kunstwerke teilweise zu Beträgen verkauft, die auf dem Auktionsmarkt nur sehr selten erzielt werden. So auch jetzt, wenn man dem New Yorker Händler, Künstler und Insider Kenny Schachter glaubt: In seiner jüngsten Kolumne im Branchendienst „Artnet“ enthüllte er, dass Jean-Michel Basquiats Gemälde „Untitled“ – ein markantes Bild eines Schädels aus dem Jahr 1982 – um 200 Millionen Dollar den Besitzer wechselte. 

Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa, der 2017 für das Werk bei einer Auktion 110.5 Millionen gezahlt und damit einen bis heute gültigen Rekord für Basquiat aufgestellt hatte, soll fast das Doppelte dieser Summe vom US-Hedgefond-Manager Kenneth Griffin erhalten haben. Griffin ist am High-End-Kunstmarkt kein Unbekannter: Kolportiert wird, dass er bereits 2015 rund 300 Millionen US-$ für das Werk „Interchange“ von Willem De Kooning locker machte – es wäre damit das zweitteuerste Gemälde hinter „Salvator Mundi“, das bei einer Auktion 2017 bekanntlich 450 Millionen US-$ erzielte. 

Derselbe Kenny Schachter, der nun den Basquiat-Verkauf meldete, schrieb 2019 auch, dass sich der genannte „Salvator Mundi“ auf einer Yacht des saudischen Kronprinzen Mohammed Bin-Salman befinde. Offizielle Bestätigungen erhielt Schachter für keine der beiden Stories, „aber meine Quellen sind unanfechtbar“, wie er erklärt. 

Schachter ist in der Tat in den oberen Sphären des Kunstmarkts sehr gut vernetzt. Neben anderen Dingen war er einer der Protagonisten des NFT-Hypes und  versucht er sich selbst auch als Künstler: Eine Auswahl seiner Werke war 2023/’24 im Francisco Carolinum Linz zu sehen. Außerdem protegierte er die in Wien lebenden Malerin Eva Beresin, die aktuell gerade mit einer Einzelausstellung in der Albertina gezeigt wird. Zuletzt laborierte er an einer Rückenverletzung, die er auf seinem Instagram-Account ebenfalls öffentlich machte. 

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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