Berlinale: „Vice“ blickt ins Zentrum der Weltmacht USA

Kultur

Ein junger Mann fährt 1963 in Kansas Schlangenlinien auf der Landstraße: Dick Cheney (Christian Bale) ist sturzbesoffen, als er von einem Polizisten angehalten wird. Schnitt. 11.September 2001, Krisenzentrum im Weißen Haus, alle Entscheider sind da, nur der Präsident fehlt. Unsicherheit, Chaos und eine drängende Frage: Dürfen, müssen Passagierflugzeuge abgeschossen werden, wenn sie nicht umgehend landen? Alle Blicke sind auf den Vize-Präsidenten gerichtet. Cheney, dick und unförmig, schütteres graues Haar, schaut nach unten. Und überlegt.

Zwei biografische Eckpunkte, die nicht zusammen passen wollen, mit dieser Gegenüberstellung beginnt Adam McKays „Vice“ und stellt eine offensichtliche Frage: Wie konnte aus einem Tunichtgut, der gern trinkt und sich auch schlägt, der zweimal hochkant aus der Elite-Universität Yale geflogen ist, einer der mächtigsten, vielleicht auch verheerendsten Politiker der US-Geschichte werden?

Die Karriereleiter hinaufgestolpert

McKay hat als Autor, Produzent und Regisseur etliche TV- und Filmkomödien gemacht. Dass das kein Widerspruch und kein Ausschlussgrund ist, wenn es um die ganz großen, gesellschaftlichen, politischen Themen der Zeit geht, hat McKay bereits bewiesen: Mit klarem, rücksichtslosen Blick hat er 2015 in „The Big Short“ die Mechanismen der Immobilienblase und der Finanzkrise analysiert. Er stellte damals die absurde, düstere, makabre Komik eines Systems bloß, indem anderer Leute Geld verschoben oder eben vernichtet wird. Alles krank, alles todkomisch.

Bei seinem Film über Richard Bruce „Dick“ Cheney folgt Adam McKay einem ähnlichen erzählerischen Ansatz, doch…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Kultur

      

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