Crossing Europe: Religionsdrama und ungarische Queer-Doku prämiert

Kultur

Der Publikumspreis beim Filmfestival in Linz ging an die Pandemie-Geschichte „Mila“.

Das georgische Drama „Dasatskisi“ rund um eine Zeugen-Jehovas-Gemeinde und die ungarische Doku „Anyáim története/Her Mothers“ über ein gleichgeschlechtliches Elternpaar haben beim diesjährigen Crossing Europe Filmfestival in Linz die Hauptpreise abgeräumt. Mit dem Publikumspreis wurde Samstagabend die Pandemie-Geschichte „Mila/Apples“ ausgezeichnet.

Bester Film: „Dasatskisi“

In der Kategorie Fiction ging der mit 5.000 Euro dotierte Preis an den Film „Dasatskisi“ der georgischen Regisseurin Dea Kulumbegashvili. Im Zentrum der Handlung steht Yana, die Frau eines Gemeindevorstehers bei den Zeugen Jehovas, deren Leben durch einen Brandanschlag auf die Kirche aus den starren Bahnen, die im Film auch durch die statische Kamera unterstrichen werden, gerät. Für die Jury war der Streifen „eine Wucht von einem Film“.

Beste Doku: „Anyáim története/Her Mothers“

Als beste Doku (5.000 Euro) wurde „Anyáim története/Her Mothers“ von Asia Dér und Sári Haragonics ausgezeichnet, der ein lesbisches Elternpaar im homophoben Klima Ungarns begleitet. „Im Film erzeugen die flüchtigen Nuancen des Alltags ein sehr starkes Bild davon, wie sich Freiheit (und der Mangel daran) anfühlt“, lobte die Jury.

Publikumspreis für „Mila/Apples“

Der ebenfalls mit 5.000 Euro dotierte Publikumspreis ging an „Mila/Apples“ von Christos Niko, in dem es um eine rätselhafte Pandemie geht, durch die sich Teile der Menschheit an ihr bisheriges Leben nicht mehr erinnern können.

Der heuer erstmals verliehene New Vision Award des Festivalnetzwerks Moving Images Open Borders (MIOB, 3.000 Euro) ging an das psychologische Drama „Preparations to be Together for an Unknown Period of Time“ von Lili Horvát. Der Preis in der Jugedschiene YAAAS! wurde an die finnische Produktion „Tottumiskysymys/Force of Habit“ vergeben, in der es im Belästigung und Übergriffe im Alltag geht. In der Local-Artist-Schiene wurden „2551.01“ von Norbert Pfaffenbichler – laut Jury „ein Kunstwerk zwischen Albtraum und Apokalypse“ – und die Familiengeschichte „Schweben“ von Julia Windischbauer und Elena Wolff ausgezeichnet.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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