Eine Marketingstrategin für die Premiummarke, den Festival-Maybach

Kultur

Die Bio von Kristina Hammer passt eher zu den Limousinen, die vor den Festspielhäusern warten, als auf das, was in diesen stattfindet.

Der Präsident – oder die Präsidentin – der Salzburger Festspiele braucht zwar eine Liebe zur Kunst; Erfahrungen im Konzipieren des Programms aber sind nicht gefragt. Dafür gibt es den Intendanten und die Schauspielchefin und auch den Konzertdirektor. Der Präsident – oder die Präsidentin – muss das Festival nach außen vertreten.

 

Weder der Bankier Heinrich Wiesmüller, noch die Geschäftsfrau Helga Rabl-Stadler, seine Nachfolgerin, kamen aus der Kulturszene. Daher ist es durchaus in Ordnung, wenn ab Jänner 2022 eine Juristin das Amt übernimmt. Und es ist auch vollkommen richtig, bei der in der Tat überraschenden Wahl von Kristina Hammer ein wenig über den Salzburger Horizont hinaus geblickt zu haben.

Und doch befremdet die Entscheidung, wenn man den Lebenslauf von Kristina Hammer liest. Denn er passt eher zu den Limousinen, die vor den Festspielhäusern warten, als auf das, was in diesen stattfindet: „Von 2000 an arbeitete sie (…) für die Premier Automotive Group (Aston Martin, Jaguar, Land Rover, Volvo) sowie ab 2006 zusätzlich für den Mutterkonzern, die Ford Motor Company, mit Verantwortung für die Markenkommunikation und Visualisierung der Premiummarken. Von 2007 bis 2009 leitete sie die globale Marketing-Kommunikation von Mercedes-Benz in Stuttgart.“

Ja, die Festspiele sind der Maybach unter den Festivals. Aber das Schöne ist: Bisher standen sie nicht völlig unter dem Diktat der Vermarktung. Möge dies bleiben.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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