Eröffnung der 75. Bregenzer Festspiele: „Kultur ist Überfluss“

Kultur

Am Abend folgt die Premiere der Hausoper „Nero“ von Arrigo Boito. 85 Prozent der aufgelegten Tickets sind gebucht.

Traditionell mit der Österreichischen Bundeshymne begann die Eröffnung der 75. Bregenzer Festspiele. Gespielt von den Wiener Symphoniker unter der Stabführung von Julia Jones und Dirk Kaftan. Es folgten Szenen aus Wagners „Rheingold“, Verdis „Rigoletto“ und Boitos „Nero“. ORF 2 überträgt derzeit live.

Puppenspieler Nikolas Habyan führte durch das Programm, seine gealterte Diva „Lady Bug“ kündigte die „wirklich wichtigen“ politischen Vertreter an, die sich „hoffentlich“ würdig verhalten. Festspielpräsident Hans-Peter Metzler, der von „Lady Bug“ noch gebeten wurde, sich diesmal kurz zu halten, begrüßte ebendiese Vertreter: Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz, Außenminister Alexander Schallenberg, Arbeitsminister Martin Kocher, Staatssekretär Magnus Brunner (alle ÖVP), sowie Kunststaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne).

Den Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hob er besonders hervor, dessen „mutige und entschlossene Haltung haben die Jubiläumsfestspiele ermöglicht“, so Metzler. Nach einer Corona-bedingten Pause von einem Jahr wird das Festival heuer unter „3G-Bedingungen“ durchgeführt.

75 Jahre Tradition

Metzler betonte die 75-jährige Tradition und die dadurch entstandene große Erfahrung. 75 Jahre Bregenzer Festspiele seien „ein engagiertes Abenteuer“, ein „vernünftiges Abenteuer“, die Menschen hätten ein verbrieftes Recht auf Kunst und Kultur, die Relevanz von künstlerischer Äußerung sei existenziell.

„Kultur ist Überfluss“, sei „das, was uns über das Tier erhebt“, zitierte Metzler aus einem Text von Michael Köhlmeier. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit den Wiener Symphonikern schlage man auch eine Brücke nach Wien. Auch das Burgtheater bekomme in Bregenz Asyl, erklärte Metzler, „die Festspiele führen uns zusammen“.

Der Festspielpräsident betonte auch die Überzeugungskraft der Gründungsväter, sowie die finanzielle Vernunft: Man werde verantwortungsvoll agieren mit den Geldern, „es geht auch um die nächsten 25 Jahre“. Bregenz stehe „im Dienst von Bildung und Prosperität“, abschließend lieferte Metzler noch ein Bekenntnis zur Musik, sie bringe „immer wieder Ordnung in das Chaos, das wir Menschen anrichten.“

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Start mit „Nero“

Künstlerisch beginnen die Festspiele am Mittwochabend mit Arrigo Boitos „Nero“ im Festspielhaus, am Donnerstag wird die Seebühnen-Inszenierung von Giuseppe Verdis „Rigoletto“ wieder aufgenommen. Bis 22. August stehen insgesamt 80 Veranstaltungen auf dem Programm.

Alles in allem wurden rund 212.000 Tickets aufgelegt, davon entfallen etwa 192.000 Karten auf „Rigoletto“. Mindestens 85 Prozent der Tickets waren bis Festspielbeginn gebucht. Bis zum Ende des Festivals wird „Rigoletto“ 28 Mal aufgeführt, „Nero“ drei Mal. Weiters im Festspiel-Programm sind unter anderem eine Theater-Fassung von Heinrich von Kleists „Michael Kohlhaas“ oder die interdisziplinäre Filmoper „Upload“ von Michael von Aa in Österreichischer Erstaufführung. Die Eröffnungszeremonie mit Festreden von Van der Bellen, Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) und Festspielpräsident Hans-Peter Metzler wird ab 10.15 Uhr live in ORF 2 und 3sat ausgestrahlt.

INFO: 75. Bregenzer Festspiele 2021 von 21. Juli bis 22. August, Spiel auf dem See: „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi; Hausoper: „Nero“ von Arrigo Boito; Weitere Informationen, gesamtes Programm und Tickets unter www.bregenzerfestspiele.com

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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