Filmkritik zu „Ich – Einfach unverbesserlich 4:” Minions als Superhelden

Kultur

Die Minions parodieren Superhelden, während Ex-Ganove Gru mit seiner Familie, inklusive Baby, umziehen muss

Nachdem sich die Fortsetzung von Pixars „Alles steht Kopf“ als riesiger Hit an den Kinokassen erwiesen hat, hofft die Filmbranche nun auf den nächsten Verkaufsschlager. Und setzt auf das bislang immer immens erfolgreiche „Ich – Einfach unverbesserlich“-Franchise.

Sieben Jahre sind seit der letzten „Ich – Einfach unverbesserlich“-Produktion vergangen. In dem neuen, vierten Teil ist die Patchwork-Familie von Ex-Ganoven Gru weiter angewachsen. Gru und Lucy Wilde haben geheiratet und zu den drei Adoptivtöchtern einen gemeinsamen Baby-Buben bekommen, der aussieht wie sein Vater.

Die gute Nachricht: „Ich – Einfach unverbesserlich 4“ ist handlungstechnisch überzeugender als sein zerfaserter Vorgängerfilm, in dem für Gru ein Zwillingsbruder aus dem Drehbuchärmel geschüttelt wurde. Aber auch Teil 4 leidet an einem Wildwuchs an Handlungssträngen, die Regisseur Chris Renard nur mühsam in den Griff bekommt und als atemlose Abfolge kurzer Episodenfilme aneinanderreiht. Zudem muss eine Armee von tobenden Minions in der Geschichte Platz finden: Fünf von ihnen verwandeln sich in Superhelden und sorgen für hektische „Heldentaten“.

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Familienzuwachs: „Ich – Einfach unverbesserlich 4“

Gleich zu Beginn bringt Gru seinen großen Gegenspieler, einen gewissen Maxime Le Mal ins Kittchen. Leider bricht der Bösewicht in Gestalt einer Küchenschabe umgehend wieder aus und droht Gru und seiner Familie mit Rache. Gru muss daraufhin mit Sack und Pack sein Haus verlassen und in eine reiche Kleinstadt übersiedeln, wo sich seine Kinder gar nicht wohlfühlen. Die neue Nachbarstochter Poppy erweist sich als ein verschlagener Teenager mit verbrecherischen Absichten. Sie erpresst Gru und zwingt ihn, mit ihr (und dem Baby) einen Raubzug zu unternehmen und einen Honigdachs zu stehlen.

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Badespaß im neuen Haus: „Ich – Einfach unverbesserlich 4“

Nummernrevue

Meist produzieren die Nebenschauplätze die witzigsten Momente – etwa, wenn die kleine Edith einen Karatekurs besucht und den Lehrer k. o. schlägt oder Gru versucht, den Junior zu wickeln. Eher zäh hingegen gestaltet sich der Rachefeldzug der Kakerlake und ihre angestrengten Action-Einsätze. In schneller Abfolge reihen sich die erzählerischen Einfälle aneinander zu einer lauten Nummernrevue –aber dafür ist auch für jeden Fan etwas dabei. 

INFO: USA 2024. 95 Min. Von Chris Renaud und Patrick Delage.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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