Ibiza-Affäre wird Film: Böhmermann und Schalko machen „zack, zack, zack“

Kultur

Die Dreharbeiten für die laut Böhmermann „irre Parabel auf Politik in Zeiten des politischen Verfalls“ sind bereits gestartet.

Was Satire kann, hat Jan Böhmermann im Frühjahr gezeigt. Bei der diesjährigen ROMY-Verleihung führte er mit seiner Dankesrede auf die bereits zweite goldene Statuette das ganze Land aufs Glatteis. Was aufrechte Bürger damals als Österreich-Beschimpfung verstanden, war tatsächlich die nur leicht überhöhte Schilderung jenes Videos, welches Monate später das Land und seine türkis-blaue Regierung erschüttern sollte: die Ibiza-Affäre erblickte das Licht der Welt, in den Hauptrollen Heinz-Christian Strache und J. Gudenus.

Nun folgt dessen fiktionale Umsetzung: Jan Böhmermann, der das ganze Video kennt (es aber nicht verwenden wollte), und der österreichische Regisseur David Schalko („Altes Geld“) verfilmen gemeinsam die Ibiza-Affäre. Die Produktion des deutsch-österreichischen Spielfilms habe bereits im November begonnen, hieß es am Freitag gegenüber der APA. Details sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Kurier/Juerg Christandl

Regisseur David Schalko fängt die „besoffene Kelleratmosphäre“ ein

Vorerst waren nur zwei kurze Statements der Protagonisten dazu erhältlich. „Ibiza wird sich ähnlich wie Cordoba in die österreichische Identität einbrennen. Nur eben als Waterloo der Politik. In besoffener Kelleratmosphäre wurde ans Licht gebracht, was dieses Land im Innersten zusammenhält. Jan und ich haben beschlossen, diesem denkwürdigen Umstand ein zeitloses, filmisches Denkmal zu setzen“, so David Schalko.

Und Jan Böhmermann: „In Österreich verdichtet sich aufs Komischste, was sich auch in vielen anderen liberalen Gesellschaften in Europa und der Welt vollzieht. Ibiza ist eine irre Parabel auf Politik in Zeiten des politischen Verfalls. Als Radikaldemokrat und Verehrer Österreichs halte ich es für meine heilige Pflicht, dass David und ich uns jetzt – Zack, zack, zack! – daran machen, Ibiza international zu erzählen und für die Nachwelt zu konservieren.“

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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