Neo-Fußballmoderatorin Marzi: „Solche Vorbilder sind wichtig“

Kultur

Alina Marzi moderiert bei der EURO 2024 für ServusTV. Die Sportjournalistin über Vorbilder und Ralf Rangnicks Team.

Bisher war sie vor allem Fans der MotoGP bekannt, bei der WM 2022 in Katar tauchte sie in die Fußballwelt ein, nun moderiert Alina Marzi für ServusTV Nachmittagsspiele der EURO.

 

KURIER:  Im Vergleich zur WM in Katar, was ist nun für Sie die Herausforderung bei der EURO 2024? 

Alina Marzi: In Katar war ich noch als Feldreporterin im Einsatz. Das war natürlich eine tolle Erfahrung, vor Ort so ein Großereignis einmal zu spüren. Jetzt bin ich mehr im Studio. Das heißt natürlich, dass ich das Feeling im Stadion vermissen werde. Aber eine Moderationsrolle bei der Fußballeuropameisterschaft hat natürlich schon Gewicht. Ich komme doch aus dem Motorsport, das ist beruflich schon ein Next Step. 

Sie moderieren mit Jan Åge Fjørtoft und Steffen Freund als Experten im Studio. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet? 

Ich kenne die beiden natürlich aus dem Sender. Sie waren bei einer meiner ersten Sendungen für Servus TV zufälligerweise mit dabei und es hat einfach von Anfang an gepasst. Ich habe mich wahnsinnig wohlgefühlt, sie sind große Unterstützer. Das Champions League Halbfinale haben wir uns dann gemeinsam angeschaut, um ein Feeling zu bekommen: Was ist wem wichtig, wie können Arbeitsabläufe aussehen? Von dem her sind wir, glaub ich, bereit. (lacht)

Wann ist bei Ihnen das Interesse für Sport entstanden? 

Ich komme aus einer Familie mit Fußballbezug. Entweder, war ich am Wochenende mit meinem Papa im Burgenland auf dem Fußballplatz oder es lief zu Hause die Sportschau rauf und runter, damals mit Monica Lierhaus und anderen Kolleginnen, das waren für mich die ersten Bezüge zu Sportjournalistinnen.

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Und wie hat es dann begonnen? 

Die Emotion für den Sport war einfach da. Ich habe in jungen Jahren Schwimmen leistungsmäßig betrieben, habe aber dann meinen Weg zum Journalismus gefunden. Zunächst habe ich beim Frühstücksfernsehen und in den Nachrichten Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte. Aber jetzt fühle ich mich so richtig angekommen. Sport ist schon eine ganz andere Nummer. Er steht immer im Fokus und schreibt die schönsten Geschichten.

War Monica Lierhaus so eine Art Vorbild für Sie?

Das kann man schon sagen. Weil damals die Situation noch nicht so war, wie sie heute zum Glück ist. In Sachen Frauen in der Sportberichterstattung ist ordentlich etwas weitergegangen in den letzten Jahren. Mir hat das damals schon das Gefühl gegeben, dass Sportjournalismus eine Möglichkeit ist. Daher sind solche Vorbilder ganz wichtig.

Mittlerweile muss man ja, finde ich, gar nicht mehr so viel fragen bezüglich Frauen in der Sportberichterstattung ..

Ja, das finde ich super. Ich verstehe die Frage auch oft nicht, weil es für mich einfach normal ist. Ja, man sollte immer daran arbeiten, aber für mich ändert dieses Bewusstsein nichts im Job.

Bei der Zahl an Kommentatorinnen ist aber schon noch Luft nach oben, oder? 

Das stimmt absolut. Aber es ist jetzt schon mal gut, dass wir bei den Moderatorinnen relativ gut aufgestellt sind. Im Kommentar gibt es sicher noch einiges aufzuholen. Einerseits muss sich das Publikum daran gewöhnen, dass auch eine Frauenstimme ein Fußballspiel kommentieren kann. Auf der anderen Seite liegt es …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

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