Onlinemagazin für Irreführung mit Storys zu Armin Wolf getadelt

Kultur

Zwei Beiträge von „Style Up Your Life“ hätten sich der Methode des Clickbaitings bedient, um mehr Zugriffe zu generieren, urteilte der Presserat.

Der Presserat tadelt das Onlineportal „Style Up Your Life“ für Clickbaiting mit ZiB 2-Anchorman Armin Wolf. Nach Ansicht des Presserat-Senats hätten die beiden Beiträge „Armin Wolf nach Trennung: ‚Will nochmal was Neues machen'“ und „Große Trauer: Armin Wolf verabschiedet sich live im ORF“ gegen mehrere Punkte des Ehrenkodex für die österreichische Presse verstoßen. Wolf selbst hatte sich an den Presserat gewandt.

Im Falle von „Armin Wolf nach Trennung: ‚Will nochmal was Neues machen'“ kritisiert der Senat die bewusste Irreführung der Leserinnen und Leser, zumal der wahre Sachverhalt auch nicht im Beitrag selbst, sondern erst nach dem Klicken eines weiteren Buttons enthüllt worden sei. Konkret ging es um den Rückzug von Wolfs Ehefrau aus der Leitungsfunktion des Magazins „Woman“, nicht um eine Trennung, wie von dem meisten wohl beim Lesen angenommen.

Informationen zum Ehe- und Familienleben

„Offenbar wurde der missverständliche Beitrag bewusst dazu eingesetzt, um die Zugriffszahlen auf der Website des Mediums zu steigern“, so die Schlussfolgerung des Senats. Dabei komme Medien bei Informationen zum Ehe- und Familienleben eine besondere Verantwortung zu. Insofern habe der Beitrag gegen die Punkte Gewissenhaftigkeit und Korrektheit, Persönlichkeitsschutz und Intimsphäre des Ehrenkodex für die österreichische Presse verstoßen.

Im Falle von „Große Trauer: Armin Wolf verabschiedet sich live im ORF“ habe sich „Style Up Your Life“ derselben Methode bedient. So beziehe sich der Artikel auf die Mitteilung, dass ein früherer Weggefährte Wolfs gestorben sei, nicht auf einen wohl insinuierten Abschied des Moderators vom ORF. „Vor grob irreführenden oder falschen Darstellungen sind auch Prominente geschützt“, hält der Senat hierzu fest. Man fordere die Medieninhaberin von „styleupyourlife.at“, die nicht am Verfahren teilnahm, auf, freiwillig über die Ethikverstöße zu berichten.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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