Premiere für „Philipp bewegt“: Er trägt wieder orange Socken

Kultur

Auch sonst bleibt Philipp Jelinek auf krone.tv seinem Konzept treu. Die „Krone“ nannte bereits kurz nach der Sendung angebliche Quoten.

*Disclaimer: Das TV-Tagebuch ist eine streng subjektive Zusammenfassung des TV-Geschehens.*

Er hat also eine neue Heimat gefunden. Natürlich nicht auf FPÖ-TV, das würden nur böse Zungen vermuten. Auf krone.tv turnt Philipp Jelinek nun. In der Sonntags-„Krone“ wurde das groß auf der Titelseite angekündigt, am Montag ging es schon los.

„Philipp bewegt“ heißt die neue Sendung. Und das hört sich zunächst einmal wie die Zusammenfassung der medialen Berichterstattung der vergangenen sechs Wochen an. Wobei die Quoten bei der ORF-Nachfolgesendung für „Fit mit Philipp“ so gar nicht einbrechen wollten. „Fit mit Stars“ hat stabile Marktanteile, die zum Teil sogar bei Mitte vierzig Prozent liegen.

Betrachtet man die Sendezeit, dann sieht sich „Philipp bewegt“ offenbar nicht als Ergänzung zum Bewegungsangebot im ORF, sondern wagt eine Kampfprogrammierung. Denn mit der Beginnzeit 9.05 Uhr schiebt sich die Turnsendung frech fünf Minuten vor das ORF-Format, und will sogar die 9-Uhr-„ZiB“ crashen.

Und da steht der bewegte Mann im in Rot gehaltenen Studio. Fenster gibt es hier keines, geschweige denn einen Teich für Freiluftauftritte. Signation gibt es auch keine, vielleicht kommt da noch was.

Die gespaltene „Bewegungsgruppe“

Er wünscht natürlich „einen wunderschönen guten Morgen, liebe Mitturner und Mitturnerinnen“. „Viel Zeit ist vergangen, für mich war es extrem lang. Ich glaub‘ es waren fast sechs Wochen, in denen wir nicht miteinander geturnt haben. Ich freu‘ mich heute umso mehr, dass wir das wieder tun.“

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Somit gehe „die größte Bewegungsgruppe des Landes“ wieder weiter. 

Aufgespalten in zwei Lager, muss man hier anfügen. Denn durch die Kampfprogrammierung und die linearen Seh- und Turngewohnheiten wird es eher zu einem Entweder-Oder kommen als zu einem Sowohl-als-auch.

Jelinek ist aber guter Dinge, spricht ein „riesengroßes Danke“ aus, „für eure Unterstützung, euren Support.“ Er wolle gar nicht viel Zeit verlieren. 

Augenbrauen hoch

Zunächst lässt er einmal die Augenbrauen auf und ab fliegen, plädiert für ein Lächeln. Eine säuselnde Fahrstuhlmusik setzt im Hintergrund ein.

Er beginnt zur Auflockerung mit einem „Klassiker aus dem Qigong, Jelinek dreht den Oberkörper hin und her und lässt die Arme schwingen.

„Alles neu“, sagt er. Er meint damit das Studio, das Team. Beim Turnen selbst setzt er freilich auf Kontinuität. Das ist das, was seine Follower von ihm erwarten. Die orangen Sportsocken hat er also noch an.

Das kleine „Fit mit Philipp“-Maskottchen sitzt nicht im Hintergrund, auch nicht die zwei Mineralwasserflaschen, die er manchmal als Gewichte einsetzt. Aber neben der Turnmatte steht eine Trinkflasche.

Wie immer weist er darauf hin, dass jeder „in seiner Geschwindigkeit, in seiner Bewegungsgröße“ turnen soll. Freilich gibt es auch den Ausfallschritt nach hinten, den Jelinek schon im ORF den Seniorinnen und Senioren ans Herz legte, um bei Gefahr sicher ausweichen zu können.

„Ihr seid’s Wödklasse“

Beim Baggern und Pritschen sagt er: „Ihr habt’s nix verlernt! Ihr seid’s Wödklasse!“

Jelinek selbst schnauf und schwitzt in bewährter Form. Irgendwann sagt er „Hopsi“.

Gegen Ende der ersten Einheit geht’s ans Strecken. „Wahrscheinlich ist das Leiberl zu kurz, dass man jetzt wieder mein leichtes Speckschwarterl sieht.“ Jelinek sagt es mit einem Lächeln und schiebt es auf den Schweinsbraten. Daher …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

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