„Quizjagd“: 500-mal mitfiebern, mitleiden und mitfreuen

Kultur

Moderator Florian Lettner über das Sendungsjubiläum, Kandidaten und berührende Momente (werktags, 17.05, ServusTV)

Was im Dezember 2019 als Versuch am späten Nachmittag gestartet ist, hat sich für ServusTV binnen drei Jahren zur Quotenbank mit Schubkraft für nachfolgende Sendungen entwickelt: Heute, Dienstag, geht die „Quizjagd“ zum 500. Mal auf Sendung (17.05). Für Moderator Florian Lettner ein „besonderes und schönes Gefühl.“

Zunächst war das Quiz-Format, das ServusTV mit der Produktionsfirma der Sendung, der Interspot, entwickelt hat, in zwei Sommern getestet worden. Das hat sich im Rückblick ausgezahlt. „Wir haben mit einem Prozent Marktanteil begonnen, 2022 lagen wir durchschnittlich bei über sieben Prozent“, erklärt Lettner.

Damit ist der Salzburger Sender beim Gesamtpublikum besser unterwegs als so manches Quiz der Konkurrenz. „Am Ende des Tages gibt es nur einen Richter, das ist das Publikum. Wir machen das ja für die Leute da draußen. Ihr Zuspruch ist eine Bestätigung unserer Arbeit“, sagt Lettner.

Das Spielprinzip von „Quizjagd“ ist einfach: Zwei Gegner jagen einander über eine aus 50 Feldern bestehende Spirale. Je höher die Wertigkeit der Frage, desto schneller geht’s voran – oder in der „Catchback-Zone“ ab Feld 25 für den Gegner zurück. Wer die Match-Frage meistert, erhält 5.000 Euro und kann weitermachen.

Taktik gefragt

„Den Erfolg macht zu 60 Prozent Wissen aus, 40 Prozent ist Taktik“, schätzt der gebürtige Tiroler. Und wichtig: „Bei uns gibt es kein Gewinn-Limit.“ Deshalb kann es für Teilnehmer weit gehen: Daniel erspielte 2020 über sechs Wochen 250.000 Euro. Dann stieg er freiwillig aus. „Er hatte das am Vorabend angedeutet. Ich habe ihm nochmals gesagt, welche Chance das für ihn ist. Aber er wollte zurück auf die Uni, Daniel war sehr zielstrebig.“

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Die größte Summe bei der „Quizjagd“ überhaupt hat mit 375.000 Euro Robert 2022 gewonnen. Er hatte sich ein Jahr lang auf die Sendung vorbereitet, sie analysiert und erfolgversprechende Strategien überlegt. „Er war fast drei Monate lang täglich mit ‚Quizjagd‘ auf Sendung. Das Publikum kann also bei uns auch eine Bindung zu Kandidaten aufbauen, mitfiebern, mitleiden, sich mitfreuen.“ Deshalb wirkten Langzeit-Kandidaten wie „ein Turbo für die Quoten.“

Bei Robert sei es „eine regelrechte Heldenreise“ gewesen, erinnert sich Lettner. Als der Student Daniels Gewinnhöhe übersprungen hat, waren auch seine Eltern, die vor dem Jugoslawien-Krieg nach Österreich geflüchtet waren, im Studio. „Das war ein ganz besonderer Moment, mir ist, man hat’s in der Sendung gehört, auch kurz die Stimme gekippt. So schön kann Fernsehen sein, und da will das Publikum dabei sein.“

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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