Radiotest 2023: Abstand zwischen ORF und Privaten schmilzt

Kultur

Die ORF Radios verloren an Reichweite, aber Ö3 weiterhin Marktführer. Die Privatsender kamen gesammelt auf 35 Prozent Marktanteil – mit kronehit an der Spitze.

Im Jahr 2024 feiert das Radio in Österreich sein 100-jähriges Jubiläum. Und auch nach 100 Jahren erfreut sich das Medium immer noch großer Beliebtheit: 76 Prozent der Bewohner ab zehn Jahren hörten 2023 am Vortag einer Befragung zumindest 15 Minuten lang Radio. 2022 waren es 74,9 Prozent. Die Anzahl der Hörer bleibt also konstant hoch. Die tägliche Hördauer ist von 187 Minuten auf 202 Minuten gestiegen, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Radiotestdaten 2023 hervorgeht. Die ORF-Flotte büßte bei Reichweite und Marktanteil ein, während einige Privatsender, wie zum Beispiel kronehit, zulegen konnten.

Ö3 baut Reichweite aus, Ö1 verzeichnet Rückgang

Die ORF-Radios kamen auf eine gesammelte Tagesreichweite von Montag bis Sonntag in Höhe von 56,7 Prozent. Damit lag gegenüber 2022 ein Rückgang von 1,5 Prozentpunkten vor. Ö3 ist das nicht anzulasten. Der Sender wartet nach wie mit dem reichweitenstärksten Radioprogramm des Landes auf und steigerte seine Reichweite von 30,5 Prozent auf 31 Prozent. Die Regionalsender des ORF erreichten gesammelt 25 Prozent Tagesreichweite (2022: 26,1 Prozent), wobei Radio NÖ mit 5,6 Prozent am stärksten performte. Auch Ö1 verzeichnete einen Rückgang von 9,8 auf 8,9 Prozent. FM4 konnte dagegen leicht von 3,6 Prozent auf 3,8 Prozent Reichweite zulegen.

kronehit steigert Reichweite

Die inländischen Privatradios legten von 29,2 Prozent auf 34,2 Prozent Reichweite in der Zielgruppe 10+ zu. Die von der RMS vermarkteten Privaten (RMS Top) erreichten 33,5 Prozent der Bevölkerung (2022: 28,7 Prozent). Marktführer im Privatsektor ist kronehit, das sich auf 11,8 Prozent Reichweite steigerte (+0,7 Prozentpunkte). Kräftig viel der Zuwachs für „88.6 – so rockt das Leben“ aus. Der Radiosender kam auf 6,3 Prozent (+2,4 Prozentpunkte). Die Antenne Steiermark steigerte sich von 3,2 Prozent auf 3,6 Prozent, Energy Österreich von 1,9 Prozent auf 2,7 Prozent und Radio Arabella von 2 Prozent auf 2,6 Prozent.

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Zieht man die jeweiligen Marktanteile in der Gesamtzielgruppe 10+ heran, verlor der ORF 6 Prozentpunkte und landete bei 62 Prozent. Ö3 war mit 28 Prozent (2022: 29 Prozent) Marktführer, die ORF-Regionalradios mit 27 Prozent knapp dahinter. Ö1 verbuchte 6 Prozent, FM4 2 Prozent Marktanteil. 

Die inländischen Privatsender kamen gesammelt auf 35 Prozent Marktanteil (2022: 29 Prozent). Dabei liegt kronehit weiterhin auf Platz 1 der Privatsender in Österreich, was den neuen Programmchef Georg Spatt sehr freut: „Ich freue mich sehr, dass ich jetzt gemeinsam mit dem Team des meistgehörten Privatradios Österreichs an dieser Story weiterschreiben darf.“        

In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen zeigte sich ein ähnliches Bild: Ein Minus beim ORF traf auf ein Plus bei den Privaten. In puncto Tagesreichweite blieb die ORF-Radioflotte mit 48,2 Prozent noch weitgehend stabil (-0,7 Prozentpunkte). Ö3 verlor 0,8 Prozentpunkte und landete damit bei 34,7 Prozent Reichweite. Die ORF-Regionalradios legten 0,3 Prozentpunkte auf 13,8 Prozent zu, ebenso hoch fiel der Zuwachs für FM4 mit 5,5 Prozent Reichweite aus. Ö1 verlor einen halben Prozentpunkt und kam damit auf 5 Prozent Reichweite.

Die inländischen Privatradios bauten ihre Reichweite markant auf 44,7 Prozent aus (2022: 39 …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

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