Salzburger Festspiele: Entscheidung noch diese Woche

Kultur

Markus Hinterhäuser soll sich erneut beworben haben. Doch der einzigen Frau im Rennen werden die besten Chancen nachgesagt

In den nächsten Tagen soll die Entscheidung über die Intendanz der Salzburger Festspiele ab 1. Oktober 2026 fallen: Laut der Zeitschrift News wurde für den 4. April eine Kuratoriumssitzung angesetzt. Hans Scharfetter, als Vertreter des Salzburger Tourismusförderungsfonds gegenwärtig der Vorsitzende des politisch besetzten Gremiums, bestätigt den Termin zwar nicht, laut APA finden aber in dieser Woche die Hearings statt. Wie berichtet, haben eine Frau und sieben Männer (drei aus Österreich, fünf aus dem europäischen Ausland) ihr Interesse bekundet.

Markus Hinterhäuser ist seit Oktober 2016 künstlerischer Leiter der Festspiele. Im Mai 2019 wurde sein Vertrag vom Kuratorium bis einschließlich September 2026 verlängert. Ob der Pianist, der am 30. März seinen 66. Geburtstag gefeiert hat, weiter auf der Intendantenklaviatur spielen will, ist nicht bekannt. Aus „Kuratoriumskreisen“ will die APA allerdings von dessen Bewerbung erfahren haben. Angeblich, so wurde dem KURIER zugetragen, strebe Hinterhäuser eine dreijährige Verlängerung seines Vertrags an. Er begründe dies mit bereits in die Wege geleiteten Projekten für die Zeit nach 2026.

An der Intendanz interessiert sei Ex-Staatsoperndirektor Dominique Meyer, bis 2025 Intendant der Scala in Mailand; der Dirigent Franz Welser-Möst würde sich gerne künstlerisch mehr einbringen. Auch Matthias Naske, Chef des Wiener Konzerthauses, Serge Dorny, Intendant der Bayerischen Staatsoper in München, und Pierre Audi werden genannt. Doch keiner dieser honorigen Persönlichkeiten ist unter 60. Da könne man gleich bei Markus Hinterhäuser bleiben, so hört man aus Salzburg.

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Es handelt sich aber um die letzte Personalentscheidung, für die Andrea Mayer mitverantwortlich sein wird. Die von den Grünen nominierte Kulturstaatssekretärin bevorzuge daher, sagt man, eine zukunftsorientierte wie medienwirksame Lösung. Auch deshalb, weil die Entscheidung für Kristina Hammer, seit 2022 Festspielpräsidentin, manchem sauer aufstieß, ganz besonders Hinterhäuser. Zumindest eine Generation jünger wäre Barrie Kosky, Intendant der Komischen Oper Berlin.

Doch der einzigen Frau im Rennen werden die besten Chancen nachgesagt: Sophie de Lint, 1974 in Rotterdam geboren. Sie leitet die Oper in Amsterdam.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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