Serie „Prost Mortem“ mit Simon Schwarz: Der Mörder meines Mannes

Kultur

Die Serie startet heute bei 13th Street (via Sky) und kommt im November zu Puls4.

Das hätte ihr der Werner nie angetan, davon ist Gitti (Doris Kunstmann) überzeugt: Nach einer Party wird ihr Mann tot auf der Toilette ihres Lokals sitzend aufgefunden, stranguliert mit dem Schlauch seines Beatmungsgeräts. Die Polizei geht von Suizid aus. Werner war schwer krank, deshalb wollten die beiden ihr Gasthaus schließen und die verbleibende Zeit zusammen genießen. Gitti ist sich sicher, dass es Mord war. Und lädt die ihrer Meinung nach Verdächtigen noch einmal in ihr Beisl.

Die schwarzhumorige Serie „Prost Mortem – Die letzte Runde“ ist ab heute, Mittwoch, bei 13th Street zu sehen.

Der Pay-TV-Sender hat sich dafür mit Puls4 zusammengetan. Da soll die Produktion im November zu sehen sein. Der Dreh fand im Frühjahr in Wien statt.

„Prost Mortem“ ist ein Kammerspiel in vier Episoden, in denen Gitti den Mörder ihres Mannes sucht. Sie knöpft sich einen nach dem anderen vor: Das sind Bernie (Simon Schwarz), der trinkfreudige Stammgast. Zoe (Janina Fautz), die miesepetrige Kellnerin. Eva (Elke Winkens), Werners karrierefixierte junge Schwester. Und mehr durch Zufall stößt Steven (Timur Bartels) zur Runde, der Assistent und/oder Toyboy von Eva. Einer von ihnen, verspricht Gitti mit einer Waffe in der Hand, wird an diesem Abend nicht mehr nach Hause gehen.

„Das ist einfach eine tolle Rolle. Gitti ist im Prinzip wie eine Kommissarin, aber immer selber betroffen“, erzählt Darstellerin Kunstmann („Rote Rosen“) im KURIER-Gespräch. „Ich bin Hamburgerin, deshalb liegt mir der schwarze Humor der Serie sehr.“ Als Kunstmann das Angebot für „Prost Mortem“ bekam, war sie gerade zufällig in Wien und traf sich gleich mit Regisseur Michael Podogil. „Das Zwischenmenschliche hat sofort gepasst.“

Low-Budget-Produktion

Der 34-jährige Podogil hatte mit seinem Kurzfilm „Fucking Drama“ von sich reden gemacht und zeichnete als Co-Autor auch für das Drehbuch von „Prost Mortem“ mitverantwortlich.

Das überzeugte auch Simon Schwarz: „Ich fand das Timing mit den 20 Minuten pro Folge und die Dramaturgie schön. Es klang, als wüssten die, was sie da machen.“

13th street/Felix Vratny

„Wegen des Geldes hat man das nicht gemacht, weil das eine Low-Budget-Produktion ist. Da musste alles andere schon stimmig sein.“ Gedreht wurde innerhalb von zwei Wochen in einem Beisl im 15. Bezirk, das kurz vor der Sanierung stand. Teilweise musste der Dreh in die Nacht verlegt werden, weil gegenüber eine laute Baustelle war.

Schwarz, der derzeit für den nächsten Eberhofer-Krimi „Kaiserschmarrndrama“ vor der Kamera steht, spielt in „Prost Mortem“ den liebenswerten Bernie, der für die Hamburgerin Gitti Begriffe wie „Büseln“ und „Damenspitz“ dolmetscht, gleichzeitig mit Alkohol und Schulden zu kämpfen hat.

„Der Bernie ist für mich der Archetyp des Alkoholikers, der in den 80er-Jahren hängen geblieben ist. Eine tragische Figur, wie man ihr immer wieder im Leben begegnet. Mir ist wichtig, mich da nicht lustig zu machen“, sagt Schwarz. „Es ist dann in der Serie natürlich lustig anzuschauen, aber nicht, weil ich das lustig spiele, sondern aufgrund der Situation. Komödie ist nie lustig, wenn man sie lustig spielt. Das ist dann Comedy und hat mit …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

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