„Superstar“ von Gottschalks Gnaden: Jan-Marten Block gewinnt „DSDS“

Kultur

25-Jähriger gewinnt 100.000 Euro und bekommt Plattenvertrag. Quote für Finalshow auf historischem Tiefststand.

Der norddeutsche Lehrling Jan-Marten Block hat mit Unterstützung von Showmaster Thomas Gottschalk (70) die RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen. Der 25-Jährige setzte sich am Samstag im Finale der 18. Staffel gegen seine drei verbliebenen Konkurrenten durch. Zum Triumph verhalf ihm seine ungemein tiefe Stimme – und sein neu eingespieltes Sieger-Lied „Never Not Try“.

„Ich glaube, ich erkenne einen Hit, wenn ich einen höre“, sagte Gottschalk, der in der Show den eigentlichen Chef-Juroren Dieter Bohlen (67) vertrat. „Und das ist einer.“

Die Entscheidung, die Block 100.000 Euro und einen Plattenvertrag einbrachte, traf am Ende allerdings das Publikum. Ein Drittel (33,38 Prozent) votierte nach RTL-Angaben für den Sänger. Die Freude bei dem neuen „Superstar“ war danach so groß, dass beim Hochstemmen des Siegerpokals glatt ein Teil aus der prächtigen Trophäe brach.

Nicht nur Gottschalk hatte sich in der Finalshow für Block stark gemacht. Auch Schlagersängerin Maite Kelly, die neben dem Showdino in der Jury saß, lobte ihn. Sie nannte Jan-Marten – nicht gerade Typ Schlaks – „big Kuschelbär“, der aber auch eine Star-Aura habe.

Tatsächlich wirkt Block wie jemand, den nichts so schnell umweht. Dazu mag seine Herkunft beitragen: Geboren wurde er in Niebüll, wohnhaft ist er in Süderlügum, tiefes Schleswig-Holstein. Vom Habitus her könnte er sich jederzeit für einen Norddeutschland-Werbefilm gemütlich in eine Düne fallen lassen. Bisher hatte der Nordfriese etwa auf Geburtstagen und Hochzeiten gesungen, aber nicht den großen Durchbruch geschafft. Er macht eine Ausbildung zum Kaufmann. Im Finale war auch seine Freundin dabei. „Ich werde diese Songs für dich singen heute“, versprach er ihr.

  „Fühlen uns nicht allein gelassen“

„Du bist ein netter Kerl, das sieht man“, schmeichelte Gottschalk dem Nachwuchsmusiker. Selbst Blocks Bewegungen auf der Bühne konnte er etwas abgewinnen: „Also einige Dance-Moves habe ich seit Joe Cocker nicht mehr gesehen.“ Zugleich riet der weit gereiste Showmaster, es bei dieser Stimme doch auch mal mit Country-Musik zu probieren. Das sei heute nicht mehr das „Gequäke“ von Willie Nelson (87), versicherte Gottschalk. Er sehe Block einfach in dem Genre.

Dass Gottschalk bei der Inthronisierung des „Superstars“ dabei sein und seinen Jury-Stuhl mit einer Luftgitarren-Nummer zur Musik von Status Quo einnehmen konnte, lag an der Abwesenheit von Langzeit-Juror Dieter Bohlen. RTL hatte vor Wochen angekündigt, dass seine Zeit bei dem Format nach der aktuellen Staffel ende. Generell soll die ganze Show einen komplett neuen Anstrich bekommen.

Eigentlich hätte das Finale, das in eher kleinem Rahmen aus Duisburg übertragen wurde, der große Schlussakkord für den Pop-Titan sein sollen. Dem kam Bohlen aber zuvor, indem er sich krank abmeldete. Gottschalk sprang ein, Bohlen ließ über Instagram-Aufnahmen, auf denen er fit wirkte, wissen, er habe bereits „super viele Angebote“. Statt mit Pomp tröpfelte die Bohlen-Ära bei „DSDS“ so aus.

Bei den deutschen Zuschauerinnen und Zuschauer kam der Wechsel von Bohlen zu Gottschalk indes weniger gut an. So lockte die Finalshow im Schnitt lediglich 2,68 Millionen Menschen vor den Bildschirm – so schlecht war die Einschaltquote für das DSDS-Finale noch nie. Der Marktanteil lag bei 10 Prozent ab 20.15 Uhr, während er im Vorjahr …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

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