Wie alles zusammenhängt, verraten uns im Roman die Schwammerl

Kultur

„Singe ich, tanzen die Berge“ von der katalanischen Schriftstellerin Irene Solà

Wer ist „wir“? Am Anfang des Romans sind es die Regenwolken: „Wir kamen mit vollen Bäuchen. Prallvoll. Schwarze Leiber, schwer von dunklem, kaltem Wasser …“ Wolken sprechen zu uns; und beobachten, wie jemand vom Blitz erschlagen wird. Es werden auch Rehe reden, ein Hund, Bäume, Geister und der Berg, und von den Pilzen lernt man (hoffentlich): „Die Geschichte von einem ist die Geschichte von uns allen.“

Wer wir sind …

Alles hängt zusammen, und so ist der Titel zu verstehen: „Singe ich, tanzen die Berge“. Wie schief hätte das gehen können! Aber die katalanische Schriftstellerin Irene Solà schafft es mit dieser Symbiose aus lebender und angeblich toter Natur, ein Dorf, den Wald, die Pyrenäen zu porträtieren – und die Familie des Mannes, der sich zum Dichten zurückzog und vom Gewitter überrascht wurde. Wenn alles erzählt ist, und dazu gehören auch Hexenverbrennung und Spanischer Bürgerkrieg, werden wir sehen, wer wir sind.

Irene Solà:
„Singe ich,
tanzen die Berge“
Übersetzt von
Petra Zickmann.
Trabanten Verlag.
208 Seiten.
22,95 Euro

KURIER-Wertung: **** und ein halber Stern

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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