Zum 75er: Elfriede Jelinek erhält Nestroy-Preis fürs Lebenswerk

Kultur

Am 21.11. werden die Nestroy-Preise vergeben. Nominiert sind u.a. Beckmann, Beglau, Minichmayr. Bestes Stück: Svolikovas „Rand“

Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek erhält bei den diesjährigen Nestroy-Preisen die Auszeichnung für das Lebenswerk. Miroslava Svolikovas am Schauspielhaus Wien uraufgeführter „Rand“ wird „Bestes Stück“. Die Auszeichnungen werden nach der pandemiebedingten TV-Show des Vorjahres heuer wieder bei einer Live-Gala mit Publikum vergeben. Diese findet am 21. November im Theater an der Wien statt. Nadja Bernhard und Peter Fässlacher moderieren, ORF III überträgt live-zeitversetzt.

Neben den zwei Preisträgerinnen wurden am Montag in weiteren elf Kategorien – darunter neuerlich ein „Corona-Spezialpreis“ für herausragende Produktionen, die während der Lockdowns entstanden sind – insgesamt 41 Nominierungen ausgesprochen. „Der diesjährige Nestroy-Preis zeichnet eine sehr spezielle Saison aus. Eine Saison, die von Unsicherheit, geschlossenen Häusern, wenigen Spieltagen, prekären Situationen und Ungewissheit geprägt war. Aber auch von kreativen Ideen, neuen Kulturformaten und der unbezwingbaren Leidenschaft Theater für das Publikum auf die Bühne zu bringen“, wurde Franz Patay, Präsident des den Preis ausrichtenden Wiener Bühnenvereins, in einer Aussendung zitiert.

„Allen Befürchtungen zum Trotz wurde in dieser außergewöhnlichen Spielzeit 2020/21 sehr viel gesehen“, so Juryvorsitzende Ulli Stepan. „Wir können und müssen stolz sein auf all das, was unter widrigsten Umständen in der letzten Spielzeit geleistet wurde. Das Coronajahr hat einerseits eine Verlangsamung herbeigeführt, aber andererseits die Vielfalt der medialen Ausdrucksformen beschleunigt. Das wird auch in den nächsten Jahren sichtbar bleiben.“

Für den Spezialpreis sind u.a. der Kopfhörer-Rundgang durch das Volkstheater, „Black Box“, die Produktion „Krasnojarsk“ des Schauspielhauses Graz, für die eine VR-Brille per Post zu den Zuschauern kam, oder eine Videoinstallation von toxic dreams im Theatermuseum nominiert.

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Als beste Schauspielerin sind die Protagonistinnen der diesjährigen Salzburger Festspiele, Lina Beckmann (als Richard in „Richard the Kid & the King“) und die Königinnen aus „Maria Stuart“, Bibiana Beglau und Birgit Minichmayr, ebenso nominiert wie Katharina Lorenz (als Eva in „Automatenbüfett“) und Marie-Luise Stockinger (als Sally Poppy in „Das Himmelszelt“). Bester Schauspieler können neben den Burgschauspielern Philipp Hauß („Alles, was der Fall ist“), Markus Hering (als Schlomo Herzl in „Mein Kampf“) und Michael Maertens (als Karel Kopfrkingl in „Der Leichenverbrenner“ und als Adam in „Automatenbüfett“) auch Claudius von Stolzmann (als Macheath in „Die Dreigroschenoper“) vom Theater in der Josefstadt und August Zirner (als Robert Schuster in der „Heldenplatz“-Produktion des Salzburger Landestheaters) werden.

„Automatenbüffet“ mehrfach nominiert

Barbara Freys „Automatenbüffet“-Inszenierung ist ebenso wie „Alles, was der Fall ist“ von Ben Kodd und Bush Moukarzel auch für „Beste Regie“ nominiert, wo sie auf Anita Vulesicas Thomas-Köck-Erstaufführung „dritte republik (eine vermessung)“ vom Schauspielhaus Graz treffen. Dieses tritt damit auch in der Kategorie „Beste Bundesländer-Aufführung“ an – wo das Salzburger Landestheater („#Ersthelfer #Firstaid“ von Nuran David Calis) und das Landestheater Linz („Der zerbrochne Krug“ in der Inszenierung von Bérénice Hebenstreit) warten. Die „Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum“ kommt entweder von der Berliner Volksbühne („Anthropos, Tyrann (Ödipus)“, aus dem Schauspielhaus Zürich („Einfach das Ende der Welt“) oder aus dem Schauspielhaus Bochum („Peer Gynt“).

 

Weitere Auffälligkeiten unter den Nominierungen: Grande Dame Edith Clever wird für ihren „Jedermann“-Tod für die „Beste Nebenrolle“ nominiert (neben Mehmet Ateşçi, Sarah Viktoria Frick, Julia Riedler und Martin Vischer), …read more

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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