29 Jahre nach Srebrenica: UN ehrt Opfer mit weltweitem Gedenktag und Beisetzungen

Politik

Bosnien und die UN begehen erstmals einen weltweiten Gedenktag für die Opfer des Völkermordes von Srebrenica.

Bis heute, 30 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica, werden immer noch Leichen in Wäldern und an anderen Orten in Massengräbern gefunden.  Nun wird erstmals weltweit mit einem Gedenktag an die Opfer des Völkermords erinnert. Bosnien und die internationale Staatengemeinschaft (UN) begehen ihn am Donnerstag, dem 11. Juli. 

Während der Gedenkfeier sollen 14 Opfer beigesetzt werden. Bei dem jüngsten Getöteten, der nun im Srebrenica-Gedenkzentrum in der ostbosnischen Stadt Potocari beigesetzt werden soll, handelt es sich örtlichen Medien zufolge um einen 17-Jährigen, das älteste Opfer sei 68 Jahre alt gewesen.

Nach Informationen des Senders N1 hat der Erzbischof von Vrhbosna, Tomo Vuksic, den Hinterbliebenen sein tiefes Beileid ausgesprochen: Die Gräber der Opfer seien ein Mahnmal für den Frieden. Zudem rief der Erzbischof zu sozialem Zusammenhalt auf.

Provokation durch Militärkadetten

Zu einem augenscheinlichen Provokationsakt war es am Wochenende gekommen, als serbische Militärkadetten Medienberichten zufolge in zwei bosnischen Städten aufmarschierten. Mitglieder des bosnischen Staatspräsidiums verurteilten die Aktion und kündigten Untersuchungen an. 

Die US-Botschaft in Sarajevo sprach von einer verantwortungslosen Instrumentalisierung der Militärparade, die Versöhnungsversuche im Land untergrabe.

Auch die UN-Generalversammlung will bei einer Zeremonie in New York der Getöteten gedenken. Sie bezeichnete das Massaker von Srebrenica als „dunkelstes Kapitel“ des Bosnienkrieges und als „größtes Massaker in Europa nach dem Holocaust“. 

Internationaler Gedenktag ins Leben gerufen

Im Mai hatten die UN-Staaten eine Resolution angenommen, die einen internationalen Gedenktag für den „Völkermord“ ins Leben rief und dessen weit verbreitete Leugnung verurteilte. Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hatte dagegen vor der Generalversammlung protestiert.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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