Anschobers Gesundheit sorgt grün-intern für Debatten

Politik

Der Gesundheitsminister behandelt seine Gesundheit als Privatsache. Jetzt, im zweiten Krankenstand, finden aber manche in der Partei, er solle sagen, was Sache ist.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober ist bis voraussichtlich nächste Woche im Krankenstand. Wie es ihm geht, wissen offenbar nicht einmal seine Parteifreunde. „Kreislaufschwäche vielleicht“, heißt es gegenüber dem KURIER. Er habe zuletzt müde, erschöpft gewirkt und gescherzt, er brauche wohl wieder einmal Urlaub.

Laut Vizekanzler Werner Kogler war er zur Untersuchung im Spital. Anschobers Pressesprecher setzte rasch nach, dass er sich nicht im Spital befinde.

Nachdem Anschober nun zum zweiten Mal binnen weniger Wochen ausfällt, ist die Sorge groß, man könnte ihn – mitten in der Pandemie – als „nicht belastbar“ ansehen.

Gerade deshalb meinen Stimmen in der Partei, es sei an der Zeit, dass Anschober sagt, was Sache ist. Bei Fragen nach seinem Zustand blieb er bisher vage – er sieht das als seine Privatangelegenheit an.

„Muss transparenter kommunizieren“

Andererseits ist Anschober eine politische Schlüsselfiguren in der Corona-Bekämpfung, trägt enorme Verantwortung als Gesundheitsminister. Seine eigene Gesundheit ist da durchaus ein Faktor. Ein Grün-Mandatar sagt: „Nach seiner Rückkehr muss er transparenter kommunizieren als bisher.“

Die „Intransparenz“ bereitet den Boden für Ablöse-Gerüchte: In der Beamtenschaft im Ministerium kursiert der Name Sigrid Pilz, Patientenanwältin und Ex-Abgeordnete der Wiener Grünen.

Fest steht für Anschobers Umfeld aber: Er will nicht gehen – und sei mit „Leib und Seele“ Minister. Viele in der Partei würden ihn außerdem gerne als Nachfolger von Bundespräsident Alexander Van der Bellen sehen.

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Source:: Kurier.at – Politik

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