Causa Schilling: Bohrn Mena über seine Nähe zur SPÖ und „Mafia“-Vorwürfe

Politik

Die Gerüchte rund um die grüne EU-Spitzenkandidatin Lena Schilling rückt die Stiftung Común des umtriebigen Aktivisten Sebastian Bohrn Mena in den Fokus. Und einen schweren Vorwurf.

In der Causa rund um die grüne EU-Kandidatin Lena Schilling spielen sie eine Schlüsselrolle: Sebastian und Veronika Bohrn Mena, bekannt als Umweltaktivisten und Gründer einer gemeinnützigen Stiftung namens Común.

Laut einem gerichtlichen Vergleich, der seit einer Woche bekannt ist, darf Schilling nicht mehr behaupten, Bohrn Mena sei gegenüber seiner Frau gewalttätig geworden. Die Causa hat die Grünen kurz vor der EU-Wahl in eine schwere Krise gestürzt. 

Medial thematisiert wird inzwischen zudem eine mögliche Nähe der Bohrn Menas und ihrer Stiftung zur SPÖ. Was auf den ersten Blick nicht unplausibel erscheint, war Sebastian Bohrn Mena doch bis 2017 sehr aktiv in der Wiener SPÖ.

So war Bohrn Mena Bezirksvorstand der Kinderfreunde in Penzing, dem politischen Heimatbezirk von SPÖ-EU-Spitzenkandidat Andreas Schieder. Dort agierte er auch als Direktor der Volkshochschule. 

2015 kandidierte Bohrn Mena schließlich für die SPÖ (an unwählbarer Stelle) bei der Wiener Gemeinderatswahl. Damals eckte er allerdings parteiintern mit einem offenen Brief an. Darin warf er den Genossen vor, in den 1970er-Jahren stehengeblieben zu sein. Unstimmigkeiten soll es zudem um die Listen-Reihung gegeben haben.

Bruch mit der SPÖ

„Meine Vergangenheit in der SPÖ möchte ich in der Vergangenheit belassen“, sagt Bohrn Mena zum KURIER. 2017 kandidierte er schließlich für die „Liste Jetzt“ des Ex-Grünen Peter Pilz. Doch auch mit Pilz zerstritt er sich bald. 

Zugeknöpft gibt man sich auf Nachfrage auch in der SPÖ. Hört man sich dort um, entsteht aber nicht der Eindruck, dass die Konflikte von damals bereinigt wären. 

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Dabei geht es auch und insbesondere um Personen, die in der Stiftung Común der Bohrn Menas aktiv waren oder sind. Die Stiftung setzt sich öffentlichkeitswirksam für diverse Projekte zur Förderung des sozialen und ökologischen Fortschritts ein.

Beiräte aus dem SPÖ-Umfeld

Im Beirat vertreten waren unter anderem bis Ende 2023 der ehemalige Volkshilfe-Präsident Josef Weidenholzer und Eugen Freund, für die SPÖ von 2014 bis 2019 im EU-Parlament. 

Aktuell im Stiftungsbeirat aktiv ist wiederum Politologin Natascha Strobl, die sich im Vorjahr um die parteiinterne Kampagne für die Wahl von Andreas Babler als SPÖ-Chef kümmerte.  

Bei der SPÖ weist man alle Gerüchte rund um Verbindungen mit Bohrn Mena bzw. der Stiftung Commún zurück: „Keine der genannten Personen hat eine Funktion oder Rolle in der SPÖ. Spätestens seit Bohrn Menas Kandidatur für die Liste Pilz 2017 sind derartige Spekulationen komplett absurd“, heißt es auf KURIER-Nachfrage.

Bohrn Mena selbst betont auf Nachfrage die Unabhängigkeit seiner Stiftung: „Mitwirkende bei uns dürfen kein aktives Mandat innehaben, ihre Mitgliedschaft fragen wir aber nicht ab. Menschen, die sich bei Común ehrenamtlich engagieren, haben wohl eine idealistische Affinität zu Grünen, SPÖ bzw. KPÖ.“ 

Grundsätzlich würde die Stiftung aber in Sachfragen mit Politikern jeder Couleur zusammenarbeiten. 

Ein prominenter Name mit grünem Hintergrund ist die ehemalige Wiener Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, die im Themenbeirat der Stiftung aktiv ist. 

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Aktuell geht es aber vor allem um eine ehemalige Beirätin: Lena Schilling. Sie darf laut dem gerichtlichen Vergleich auch nicht mehr …read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

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