Corona in Europa: Rekordzahlen, Ausgangssperren, Lazarette

Politik

Deutschland, Tschechien und Ukraine melden neue Höchststände. Jetzt kommen strengere Beschränkungen in vielen Staaten.

Das Wochenende begann in vielen Ländern Europas mit neuen Rekordzahlen an Corona-Neuinfektionen. Diese veranlassen die Regierungen zu immer strengeren Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen. Ein Überblick:

DIE NEUINFEKTIONEN

In Deutschland meldete das Robert-Koch-Institut am Samstag 7.830 neue Fälle. Das ist ein neues Allzeithoch, der Anstieg ist jedoch moderat. Am Freitag waren es 7.334 und am Donnerstag 6.638 Fälle. Nach Instituts-Angaben starben 33 Menschen an oder mit dem Virus. Deutschland verzeichnet demnach insgesamt 9.767 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie.

In Tschechien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals die Marke von 11.000 übersprungen. 11.105 Ansteckungen verzeichnet das Gesundheitsministerium in den vergangenen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 160.112. Tschechien war zuletzt das Land in Europa, in dem die Fallzahlen in Relation zur Bevölkerungsgröße zuletzt am stärksten stiegen.

Auch die Ukraine hat eine Rekordzahl von 6.410 Corona-Neuinfektionen verzeichnet. 109 Patienten seien in den vergangenen 24 Stunden verstorben, teilt der Nationale Sicherheitsrat mit. Auch dies ist ein Höchstwert.

DIE MASSNAHMEN

Wegen der sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa führen viele Länder an diesem Samstag erneut strengere Beschränkungen des öffentlichen Lebens ein.  

Frankreich

Am Samstag trat in Frankreich erneut der Gesundheitsnotstand in Kraft. In mehreren französischen Städten, darunter in Paris, gelten ab Samstag zudem von 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens Ausgangssperren. Ausnahmen gelten für Menschen, die zur Arbeit gehen oder von der Arbeit kommen. Wegen medizinischer Notfälle, der Pflege von Angehörigen oder um den Hund auszuführen, dürfen die Menschen in der Sperrstunde ebenfalls vor die Tür. Sie müssen dann ein entsprechendes Formular bei sich tragen. Wer zum Bahnhof oder Flughafen will, muss das entsprechende Ticket vorzeigen.

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Außerdem sind private Feiern wie etwa Hochzeiten in Festsälen oder anderen öffentlichen Orten landesweit nicht mehr erlaubt. Zur Überwachung der Ausgangssperren in den Metropolen sollen rund 12.000 Polizisten eingesetzt werden. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss 135 Euro Strafe zahlen. Für Wiederholungstäter können mehrere Tausend Euro fällig werden. In zahlreichen Städten, darunter auch Paris, sind Bars bereits komplett geschlossen.

Großbritannien

In der britischen Hauptstadt London gelten ab Samstag schärfere Corona-Regeln. Angesichts rapide steigender Infektionszahlen dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte in Innenräumen nicht mehr treffen. Auch Zusammenkünfte in Pubs oder Restaurants sind verboten. Im Freien sind weiterhin Treffen mit bis zu sechs Personen erlaubt.

Mit den neuen Maßnahmen rutscht die Hauptstadt in dem dreistufigen Warnstufensystem Englands in die zweithöchste Stufe. Etliche Londoner Bezirke hatten in den vergangenen Tagen die Schwelle von 100 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern überschritten. In Schottland, Nordirland und im Norden Englands sind die Zahlen jedoch noch deutlich höher und es gelten bereits noch schärfere Maßnahmen.

Polen

Ab Samstag werden mehr als 150 Regionen im ganzen Land, darunter die Hauptstadt Warschau und mehrere andere Großstädte, zu sogenannten roten Zonen deklariert, in denen schärfere Auflagen gelten. Dort sind Hochzeitsfeiern künftig verboten, Schwimmbäder und Fitnessclubs werden geschlossen. Restaurants dürfen für Gäste nur von 6.00 bis 21.00 Uhr geöffnet haben, nach dieser Zeit können sie ihre Speisen nur zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen gehen wieder zu Fernunterricht über.

Am Donnerstag hatte das Gesundheitsministerium bekannt gegeben, dass die …read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

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