Dank an alle, die „trotzdem“ Grün gewählt haben

Politik

Zwei Mandate gelten als gesichert – trotz des Wirbels um Spitzenkandidatin Lena Schilling.

Hauptsache zwei Mandate. Die Grünen geben sich an diesem Wahlsonntag genügsam. Es hätte schlimmer kommen können – nach all dem Wirbel um Klimaaktivistin Lena Schilling, die man im November als Spitzenkandidatin aus dem Hut gezaubert hat, nachdem Klimaministerin Leonore Gewessler abgesagt hatte.

10,5 Prozent, so die Trendprognose, seien so gesehen ein akzeptables Ergebnis, heißt es unter Grün-Anhängern im Wiener Metropol. 10,5 Prozent – das bedeutet, dass die Quereinsteigerin und der EU-Routinier Thomas Waitz ins EU-Parlament einziehen dürften.

 Für die Dritte auf der Liste, die Oberösterreicherin Ines Vukajlović, hätten die Grünen mindestens das Ergebnis von 2019 (14,1 Prozent) halten müssen.

Eine Frage, die sich da geradezu aufdrängt: Soll Schilling auf ihr Mandat verzichten – immerhin war der Wirbel, der der Partei offensichtlich geschadet hat, ja auf ihre Person bezogen.

„Nein“, kommt da ganz energisch von einem Mandatar. „Schuld“ seien wenn, dann die Parteispitze und die Parteistrategen, die in dieser Krise von einem Kommunikationsdesaster ins nächste geschlittert seien.

Eine davon ist Generalsekretärin Olga Voglauer. Zum KURIER sagt sie: „Wir waren in einer Ausnahmesituation, haben Fehler gemacht und uns entschuldigt.“ Auf konkrete Nachfrage antwortet sie: „Ich bleibe im Amt.“ Es gelte jetzt, einen Nationalratswahlkampf vorzubereiten.  

Gesundheitsminister Johannes Rauch ist der Erste aus der grünen Regierungsmannschaft, der am Wahlabend ins Metropol kommt. „Viele haben sich gut überlegt, ob sie dieses Mal Grün wählen und haben es trotzdem gemacht, weil sie dem Klimaschutz und der Demokratie eine starke Stimme geben wollten“, sagt er.

  Bohrn Mena gegen Schilling: "Sie sehen, wie sich dieser Konflikt immer mehr ausweitet"

Trotzdem? Angesprochen auf den Wirbel um Schilling meint der Minister: Die 23-jährige Quereinsteigerin habe sich gerade in den vergangenen Wochen in den TV-Konfrontationen, „extrem gut“ geschlagen – in diesem schwierigen Umfeld. 

Wie gesagt: Es hätte viel, viel schlimmer kommen können.

…read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.