Die dramatische Ausweitung der Kampfzone in Nahost – ein Lagebericht

Politik

Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten nimmt immer dramatischere Ausmaße an, in der Nacht zum Montag kam es zu einer brandgefährlichen Ausweitung der Kampfzone: Die mit dem Iran verbündete Schiitenmiliz Hisbollah feuerte aus Solidarität mit Teheran aus dem Südlibanon heraus Raketen Richtung Israel. Die dortigen Streitkräfte fingen laut eigenen Angaben ein Geschoß ab, andere landeten auf offenem Gelände.

Und der Gegenschlag ließ nicht lange auf sich warten. Kampfjets stiegen auf und griffen mutmaßliche Stellungen der Hisbollah im ganzen Zedernstaat an. Auch aus deren Hochburg im Süden der Hauptstadt Beirut wurden schwere Explosionen gemeldet. „Jeder Feind, der unsere Sicherheit bedroht, wird einen hohen Preis bezahlen. Wir müssen uns aber auf viele Tage langwieriger Kämpfe einstellen“, betonte der israelische Generalstabschef Eyal Zamir.

Zuvor gab es wieder Luftalarm in Israel, weil sich Geschoße aus dem Iran genähert hatten. Allein am Sonntag  starben bei solchen Attacken neun Israelis. 

Bei den israelischen Bombardements wurden bis Montagmittag mindestens 31 Menschen getötet, 149 weitere verletzt, verlauteten libanesische Behörden. Zugleich kritisierte Premier Nawaf Salam die Militäroperationen der Miliz gegen Israel. Diese würden die Sicherheit des Landes gefährden. Aus diesem Grund verbat die Regierung der Hisbollah jegliche militärische Aktivität.

Tatsächlich sollte die Miliz nach dem Krieg gegen Israel, der im November 2024 mit einer Waffenruhe endete, ihr Militärgerät abgeben. Dies geschah offenbar nicht, weshalb nur der gesamte Libanon zum Kampfgebiet wurde. 

Und das zu einem Zeitpunkt, an dem es nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran samt dessen Gegenschlägen ohnehin an vielen Orten der (weiteren) Region brennt. Hier ein Überblick:

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Iran 

Hier setzten Israel und die USA ihre Angriffe mit sogar verstärkter Intensität fort. Laut US-Angaben   wurden bereits mehr als 2.000 Ziele im Mullah-Staat attackiert. Neben dem geistlichen und politischen Führer Ayatollah Ali Khamenei wurden zahlreiche Personen des Führungskaders getötet. Angeblich wurde auch die Anlage Natans angegriffen – sie dient zur Uran-Anreicherung. Auch Spitäler sollen getroffen worden sein. Insgesamt, so hieß es in Teheran, seien seit Beginn der Attacken mehr als 550 Menschen getötet worden, 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz.  Zugleich überzieht das Regime seine Nachbarn mit einem Drohnen- und Raketenhagel.

Vereinigte Arabische Emirate und Katar 

Besonders im Fokus der iranischen Gegenschläge stehen die engen Verbündeten der USA in der Region, wo es auch amerikanische Militärbasen gibt. Bis Montagfrüh seien allein in den Emiraten insgesamt fast 300 ballistische Raketen und weit mehr als 700 Drohnen abgewehrt worden, teilten die Behörden mit. Doch immer wieder dringen Geschoße durch und bringen Tod und Zerstörung. Die Flughafen-Drehkreuze Dubai, Abu Dhabi und Katar sind geschlossen, Tausende Passagiere sitzen fest.

Kuwait 

In dem Golfstaat wurden drei US-Kampfflugzeuge irrtümlich von der kuwaitischen Luftabwehr  abgeschossen. Videos zeigen Jets, die kreiselnd und in Flammen abstürzen. Die Besatzungen (insgesamt sechs Mann) konnten sich retten.  Rauchsäulen stiegen auch an der US-Botschaft auf – die Ursache dafür war  zunächst nicht bekannt. Die diplomatische Vertretung teilte jedenfalls mit, die Landsleute sollten zu Haus bleiben und nicht zur Botschaft  kommen – „es gibt eine anhaltende Bedrohung durch Raketen und Drohnen.“

Bahrain

Hier stürzten Trümmer einer abgefangenen Rakete auf ein Schiff und lösten einen Brand aus. Dabei starb ein Arbeiter.

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Saudi-Arabien 

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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