Ein Drittel der Abgeordneten ist nach der Nationalratswahl fix draußen

Politik

Ruhestand und nicht wählbare Listenplätze: Unabhängig vom Ausgang ist schon jetzt klar, dass rund ein Drittel der Mandatare fix nicht ins Hohe Haus zurückkehren wird.

Die Wahl im September wird die Zusammensetzung des Nationalrats ordentlich durcheinander wirbeln, wenn man den Umfragen glaubt. Doch völlig unabhängig vom Ausgang ist jetzt schon klar, dass gemäß APA-Berechnungen ziemlich genau ein Drittel der Mandatare fix nicht ins Hohe Haus zurückkehren wird. Einerseits treten überdurchschnittlich viele Abgeordnete in den Ruhestand, andererseits haben es etliche nicht mehr auf wählbare Plätze geschafft.

Eher ungewöhnlich ist mittlerweile, dass eine Legislaturperiode tatsächlich erst nach fünf Jahren zu Ende geht. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass eine große Gruppe an Mandataren diesmal in Politpension geht und diese nicht wie etliche beim vorgezogenen Urnengang 2019 aufschiebt.

Routiniers treten ab

Besonders bei ÖVP und SPÖ treten die Routiniers reihenweise ab. An vorderster ÖVP-Front zu nennen ist da Karlheinz Kopf. Der Vorarlberger Wirtschaftsbündler ist nämlich seit 30 Jahren durchgehend im Hohen Haus vertreten und damit längst dienender Mandatar. Ebenfalls schon im vergangenen Jahrhundert Abgeordneter war der Tiroler Hermann Gahr, der nach 25 Jahren ausscheidet. Neben Präsident Wolfgang Sobotka verzichten auch weitere arrivierte Abgeordnete auf einen Wiederantritt, so der langjährige Wohnbausprecher Johann Singer, Justizsprecherin Michaela Steinacker und Nikolaus Prinz. Gleiches gilt für Eva Maria Himmelbauer und Elisabeth Pfurtscheller.

Die Wahl markiert bei der Volkspartei auch ein parlamentarisches Ende der Ära Kurz. Dessen Quereinsteiger werden zum größten Teil nicht mehr im Nationalrat zu sehen sein. Maria Großbauer konzentriert sich auf ihre Karriere als Kulturmanagerin, Gaby Schwarz ist zwischenzeitlich schon in die Volksanwaltschaft abgewandert und Kira Grünberg hat de facto keine Chance auf ein Mandat. Gleiches dürfte für Martin Engelberg gelten. Dass es gerade der älteste „Promi“ der Kurz-Ära, Rudolf Taschner, bei günstigem Verlauf und VP-Regierungsbeteiligung noch einmal in den Nationalrat schaffen könnte, überrascht ein wenig.

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Franz Hörl verärgert

Einige in der ÖVP haben es auch bei der Listenerstellung nicht mehr auf vordere Plätze geschafft. Am lautesten darüber geärgert hat sich Seilbahner Franz Hörl. Doch hat auch beispielsweise Rebecca Kirchbaumer keine Chancen mehr. Johanna Jachs wird ebenso um ein Mandat zittern müssen wie Manfred Hofinger. Einiges noch unklar ist bei der Wiener ÖVP, weil diese ihre Regionalwahlkreis-Listen nicht veröffentlicht. Martina Kaufmann zieht es politisch zurück in die Steiermark.

Auch bei der SPÖ ist der ein oder andere Mandatar nicht mehr berücksichtigt worden, beispielsweise Harald Troch. Gleiches gilt für Klaus Köchl. Für Muna Duzdar und Christoph Matznetter müsste es schon günstig laufen, wenn sie noch einmal zu einem Mandat kommen wollen. Eine große und prominente Gruppe tritt freiwillig nicht mehr an: Dazu gehören die ehemaligen Regierungsmitglieder Gabriele Heinisch-Hosek und Alois Stöger, der vormalige FSG-Chef Rainer Wimmer, die ehemalige Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl, der frühere Parteimanager Max Lercher, der oberste rote Gemeindenvertreter Andreas Kollross sowie die junge, aber erfahrene Ex-JG-Chefin Katharina Kucharowits und nach über 20 Jahren Tierschutzsprecher Dietmar Keck. In die Landespolitik verabschieden sich der Burgenländer Christian Drobits und der Vorarlberger Reinhold Einwallner.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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