Europakarte: In welchen Staaten ein Corona-Lockdown gilt

Politik

Welche Regierungen sich für eine Schließung entschieden haben und welche (noch) nicht.

Das Muster ist in vielen Ländern gleich; die Phrase „keine andere Wahl“ in den Begründungen der Politiker zentral. Nämlich dann, wenn sie der Bevölkerung verkünden, dass das Land das gesellschaftliche und teilweise das berufliche Leben wegen der Coronavirus-Pandemie auf ein Minimum „heruntergefahren“ muss.

Der „Lockdown“ erwies sich in den meisten Ländern als das bisher einzig wirksame Mittel zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Wenn die Bürger zuhause sind, können sie das Virus kaum verbreiten, so die logische Schlussfolgerung.

Die den Lockdown begleitenden Diskussionen sind in vielen Ländern ähnlich: Sollen die Schulen zusperren? Was bedeutet ein Lockdown für die Wirtschaft? Was bedeutet er für die Psyche? Wie kann man die Risikogruppen am besten schützen, ohne sie völlig isolieren zu müssen? Dahinter die zentrale Frage: Wie dämmt man die Infektionszahlen so weit ein, dass die Intensivkapazitäten nicht überlastet werden?

Viele versuchten bis zuletzt, einen zweiten Lockdown so lang wie möglich hinauszuzögern. Doch mit Mitte Oktober schlugen mehrere europäische Länder zum zweiten Mal diesen Weg ein.

KURIER Grafik Ortega

Einige Staaten – zunächst ja auch Österreich – entschieden sich für den Weg eines Teil-Lockdowns bzw. Lockdown Light, bei dem ein Teil des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens erhalten bleiben konnte.

Andere Staaten umschifften den Lockdown und lassen Restaurants, Cafés, Geschäfte offen. Doch auch in diesen Ländern gibt es selbstverständlich Corona-Maßnahmen. Etwa Ausgangsbeschränkungen, die in manchen Ländern früher (in Teilen Portugals an Wochenenden zum Beispiel ab 13 Uhr) und in manchen Ländern später beginnen (Kosovo 23.30 Uhr).

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Griechenland

Streng sind die Lockdown-Bestimmungen insbesondere in Griechenland. Wer sich die vergleichsweise niedrigen Zahlen der Coronavirus-Inzidenzen ansieht, mag sich deshalb allerdings wundern. Doch Griechenland schwört auf schnelle, strenge Maßnahmen. Damit hat das Land bereits im Frühjahr gute Ergebnisse erzielt: Schon wenige Wochen nach dem Ausbruch des Virus in Europa im Februar hatte die griechische Regierung strenge Lockdown-Maßnahmen ergriffen.

Nun gilt seit 7. November ein neuerlicher Lockdown. Alle Geschäfte außer Supermärkte und Apotheken mussten schließen. Wer tagsüber einkaufen oder zum Arzt gehen will, muss per SMS darüber informieren. Außerdem gilt von 21.00 bis 5.00 Uhr eine allgemeine Ausgangssperre. Vergangenen Montag kamen noch flächendeckende Kindergarten- und Schulschließungen hinzu. Der Lockdown soll zumindest noch zwei Wochen gelten.

Tschechische Republik

Wegen der Rekord-Neuinfektionen sind in Tschechien Geschäfte mit Ausnahme des täglichen Bedarfs seit einem Monat geschlossen. Alle Bildungseinrichtungen mit Ausnahme der Kindergärten sind in Tschechien seit Mitte Oktober geschlossen. Doch vor allem im Bereich der Volksschulen und Unterstufe wächst der Druck auf die Regierung für eine Wiedereröffnung. Was die Restriktionen generell angeht, ist nicht mit einer Lockerung vor Dezember zu rechnen.

Über eine Lockerung in der vergangenen Woche wunderten sich allerdings die Tschechen: Seit Mittwoch dürfen Tiersalons – anders als Friseursalons für Menschen – wieder öffnen.

Belgien

Seit über einem Monat haben die Restaurants, Kaffeehäuser und Bars schon geschlossen. Anfang November machte auch der Handel zu, nur Lebensmittelläden, Apotheken und Baumärkte  dürfen offen halten. Schulunterricht haben nur die Kleinsten, die anderen Kinder wechseln sich ab: Die eine Hälfte geht in die Schule, die andere Hälfte hat Online-Unterricht.  

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Spanien

Die Regeln sind je nach Region sehr unterschiedlich. …read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

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