Fortschritt im Atomstreit mit dem Iran: Kameras dürfen gewartet werden

Politik

Überwachungskameras in den iranischen Atomanlagen dürfen auf Funktionstüchtigkeit überprüft und instandgehalten werden.

Der Iran kommt der UNO-Atomenergie-Agentur (IAEA) im festgefahrenen Atomstreit offenbar entgegen. Überwachungskameras in iranischen Atomanlagen dürften gewartet werden, berichten iranische Medien. „Wir haben uns über den Austausch der Speicherkarten aus den Kameras der Behörde geeinigt“, wird der Chef von Irans Atombehörde, Mohammad Eslami, von der halbamtlichen Agentur ILNA zitiert. Ähnlich hieß es in einer Aussendung von IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi.

Konstruktives Gespräch mit IAEA-Vertreter

Eslami hatte sich zuvor zu Gesprächen mit Grossi in Teheran getroffen. Diese seien konstruktiv verlaufen. Grossi werde schon bald wieder zu Gesprächen in Teheran erwartet, hieß es. Grossi selbst wollte sich nach seiner Rückkehr am Sonntagabend (20.30 Uhr MESZ) auf dem Flughafen in Wien, wo die IAEA ihren Sitz hat, vor der Presse äußern. In der Aussendung der IAEA hieß es: „IAEA-Inspektoren wird es gestattet sein, die festgelegte Ausrüstung zu warten und deren Speichermedien zu ersetzen.“

Die Speichermedien würden dann unter gemeinsamer Ägide der IAEA und der iranischen Atombehörde im Iran verwahrt. Auch die konkreten Modalitäten sowie ein Zeitplan sei zwischen beiden Seiten akkordiert worden.

Wiener Abkommen wiederbelebt

Seit April wird versucht, das Wiener Atom-Abkommen von 2015 wiederzubeleben, das den Iran vom Bau von Kernwaffen abhalten soll. Die USA waren unter Ex-Präsident Donald Trump einseitig ausgestiegen und hatten Sanktionen gegen den Iran verhängt. Dieser begann daraufhin, gegen die Auflagen der Vereinbarung zu verstoßen. Die im April gestarteten Wiener Verhandlungen über einen Neustart des Nuklearabkommens waren nach der Wahl des Hardliners Ebrahim Raisi zum iranischen Präsidenten zum Stillstand gekommen. US-Außenminister Antony Blinken hatte zuletzt gewarnt, die Zeit für eine Wiederbelebung des Abkommens werde knapp.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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