Halle : Neonazi-Szene in Sachsen-Anhalt bietet dem Täter vor allem Bestätigung

Politik

Aus heutiger Sicht betrachtet waren es geradezu prophetische Worte, die die Abgeordneten im Bundestags-Innenausschuss Ende Juni von den Chefs des Bundeskriminalamtes und des Verfassungsschutzes zu hören bekamen. BfV-Präsident Thomas Haldenwang sprach von einer „neuen Dynamik im Bereich Rechtsextremismus“, die sein Dienst beobachte.

„Es geschieht unheimlich viel an Emotionalisierung, an Aufheizung der Situation im Netz durch Hass-Postings“, sagte er und warnte, dass man angesichts „der Dimension der Bedrohung“ nicht sagen könne, dass die Lage unter Kontrolle sei.

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamts, schloss sich der Einschätzung an: „Schwerste Gewaltstraftaten durch Einzeltäter oder Kleinstgruppen, auch die Bildung terroristischer Gruppen innerhalb des rechten Spektrums, müssen in Betracht gezogen werden“, sagte er.

Anders als etwa im Fall der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sprechen im Fall von Halle die bisherigen Erkenntnisse dafür, dass es sich bei dem geständigen Todesschützen Stephan B. um einen Einzeltäter handelt.

Handeln von Stephan B. lässt sich nicht losgelöst von Radikalisierung der rechtsextremen Szene betrachten

Bislang jedenfalls ist ein Zusammenhang mit der regionalen rechten Szene noch nicht zu erkennen. Gleichwohl teilt B. mit der Szene offenkundig ein verschwörungstheoretisches und militant antisemitisches Weltbild. So erwähnt er in seinem Tat-Video eine „zionistische Weltregierung“, ein bei Rechten weitverbreitetes Verschwörungsklischee.33296758

Allerdings weist der Umstand, dass er…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Politik

      

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