Harte Lockdown-Maßnahmen ab Dienstag: Der gesamte Entwurf im Detail

Politik

Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperre rund um die Uhr und Tele-Arbeit: Ab Dienstag gelten wieder März-ähnliche Zustände.

Der zweite harte Lockdown steht vor der Tür, die verschärften Regelungen gelten laut Verordnungsentwurf ab kommendem Dienstag, dem 17. November – und dann größtenteils bis 6. Dezember. Der KURIER hat aus Parlamentskreisen den Entwurf zur neuen Covid-19-Verordnung erhalten. Das sind die wichtigsten Punkte:

Ausgangsbeschränkungen

Der Aufenthalt außerhalb des privaten Wohnbereichs ist nur für Einkäufe, Besuche von Ärzten, Apotheken und auch Gottesdienste erlaubt. Tiere darf man ebenso versorgen. Auch gestattet sind unaufschiebbare Behördenwege, Wege zur Arbeit und Bildung/Ausbildung, „sofern sie erforderlich sind“.

Weiterhin gilt: Beim Betreten öffentlicher Orte im Freien ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. In geschlossenen Räumen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Neu: Es kommt eine Kontaktbeschränkung. „Kontakt“ darf man abgesehen von Personen, mit denen man zusammenwohnt, zusätzlich nur noch mit dem Lebenspartner oder engsten Angehörigen haben, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben und die man „in der Regel mehrmals wöchentlich“ trifft. Das gilt für Personen ab sechs Jahren.

Die Ausgangsbeschränkungen im Detail:

Was bleibt erlaubt?

Das Betreten und Befahren des Kundenbereichs von Betriebsstätten des Handels und von Dienstleistungsunternehmen ist untersagt. Geschlossen bleiben: Friseure, Kosmetiker Tätowierer, Masseure, Hörgerätakustiker, Tanzschulen, Wettbüros, Bäder und sämtliche Freizeiteinrichtungen.

Offen bleibt das, was bereits vergangenen März als „kritische Infrastruktur“ definiert wurde: Apotheken, der Lebensmittelhandel, bäuerliche Direktvermarkter, Drogerien und Drogeriemärkten. Gute Nachricht für Haustiere: Auch Tierfutter kann weiterhin in einschlägigen Geschäften geshoppt werden. Gesundheits- und Pflegedienstleistungen bleiben erlaubt, der Verkauf und die Wartung von Sicherheits- und Notfallprodukten ebenso.

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Der Agrarhandel einschließlich Schlachttierversteigerungen sowie der Gartenbaubetrieb und der Landesproduktenhandel mit Saatgut, Futter und Düngemittel bleibt erlaubt. Tankstellen, Banken, Trafiken, Kiosk, Abfallentsorgungsbetriebe, KFZ-und Fahrradwerkstätten und der Fahrradverleih dürfen weiterhin offen haben.

Der Kundenbereich der Betriebsstätten darf maximal nur in der Zeit zwischen 06.00 und 19.00 Uhr betreten werden. Es gelten ein Meter Mindestabstand und der Mundnasenschutz – auch für Märkte im Freien.

Das gilt an Arbeitsplätzen

Für Arbeitsplätze gilt: So viel wie möglich ist in Tele-Arbeit zu verrichten. Bei Arbeit an der Arbeitsstätte ist ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten, sofern nicht durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

Kann der Abstand von mindestens einem Meter zwischen den Personen nicht eingehalten werden, ist eine den Mund-und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen oder durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren, etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams oder die Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden.

Gaststätten und Hotels bleiben geschlossen

Bei Gaststätten und Hotels ändert sich nichts. Es gilt Betretungsverbot. Gassenverkauf ist von 6 Uhr bis 19 Uhr erlaubt, aber die Speisen müssen mitgenommen werden und dürfen nicht im Umkreis konsumiert werden. Beherbergen und Verpflegen von Geschäftsreisenden ist gestattet.

Sport und Kulturbetrieb bleiben geschlossen.

Altenheime: Nur ein Besucher pro Woche

Das Betreten von Altenheimen und Pflegeheimen wird untersagt. Erlaubt ist nur ein Besucher pro Bewohner pro Woche, und auch dafür braucht man ein aktuelles, negatives Testergebnis. Hat man das nicht, kommt man mit MNS rein, darf die Maske aber während des Besuchs nicht abnehmen.

Bei Krankenanstalten gilt Ähnliches: Nur Kinder dürfen besucht werden, erwachsene Patienten dürfen pro Woche nur einen Besucher empfangen. Auch dort müssen die …read more

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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