Historischer Triumph ist für die FPÖ nur ein Zwischenschritt

Politik

Die Blauen feiern mit angezogener Handbremse Platz eins bei der EU-Wahl. Sie soll Rückenwind auf dem Weg zur Kanzlerschaft Kickls bringen.

Der Jubel bei Eintreffen der ersten Trendprognose ist so routiniert und verhalten, als hätte sich die FPÖ an diesem Wahlabend noch mehr als die um 17 Uhr über die Bildschirme flimmernden 27 Prozent erwartet. Dabei bedeuten auch sie ein historisches Ergebnis: Erstmals hat die FPÖ bei einer Bundeswahl Platz eins erobert. Das war weder Jörg Haider noch Heinz-Christian Strache gelungen. 

Gegen 15 Uhr trudeln die ersten FPÖ-Funktionäre bei der blauen Wahlparty in der Vino-Weinbar gleich neben dem Wiener Rathaus ein. Entspannt und gelassen, deuten doch schon die ersten Detailergebnisse bereits auf den blauen Erdrutsch-Sieg hin. 

Die am frühen Abend noch verhältnismäßig schaumgebremste Stimmung mag auch daran liegen, dass man die EU-Wahl ohnehin nur als Zwischenschritt zur Nationalratswahl im Herbst sieht, bei der man mit Herbert Kickl, der erst viel später dazustoßen sollte, die Kanzlerschaft erobern will.

„Das Ergebnis zeigt: Österreich wünscht sich einen politischen Wandel“, lautet denn auch die erste Analyse von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker. Die Wähler seien mit dem Kurs der ÖVP unzufrieden. 

Ins selbe Horn stößt auch Petra Steger, FPÖ-Listenzweite bei der EU-Wahl. „Die Schwäche der ÖVP an diesem Wahltag ist das Resultat ihrer Politik.“ Sie sei nichts weiter als ein Befehlsempfänger aus Brüssel – von der Asyl- und Neutralitätspolitik bis hin zur Aushöhlung der Neutralität. Steger ist überzeugt: Nach der Wahl im Herbst werde es einen „Volkskanzler Herbert Kickl“ geben, der auch in Brüssel sein „Veto gegen die EU-Wahnsinnigkeiten“ einlegen werde.   

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Medien ausgesperrt

Für Aufregung hatte im Vorfeld die Medienpolitik der Freiheitlichen gesorgt. Etliche, vor allem ausländische Medien hatten keine Akkreditierung erhalten, mit der Begründung, das Lokal sei bereits überfüllt. 

Davon kann freilich am Sonntag keine Rede sein. Medien wie der ZDF erhalten dennoch keinen Zugang und müssen von draußen von der FPÖ-Party berichten. 

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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